Ranking
Ist Münster super für Senioren? Ein Pro und Contra

Ein Ranking kürt Münster zur drittbesten Stadt für Seniorinnen und ­Senioren. Ist das verdient?

Sonntag, 30.09.2018, 10:05 Uhr aktualisiert: 30.09.2018, 16:42 Uhr
Ranking: Ist Münster super für Senioren? Ein Pro und Contra
(Symbolbild) Foto: Colourbox.de

Angebote en masse für Senioren

Münster ist ein gutes Fleckchen Erde, um gut und glücklich alt zu werden. Ein Urteil, zu dem nun auch das Internet-Portal Betreut.de gekommen ist. Dabei ging es offensichtlich nicht um einen Qualitätsvergleich von Seniorenheimen, sondern um den Freizeitwert für Menschen, die immer länger mobil, aktiv und selbstbestimmt durchs Leben gehen. Für Senioren gibt es Angebote en masse. Der Seniorenrat offeriert mit seinem umfangreichen Programm eine kleine Kostprobe. Zudem bieten zahlreiche Einrichtungen in der Stadt Hilfestellungen, Anregungen und Lobbyarbeit – vom Studium im Alter über den Seniorentreff Hansahof bis zum Gesundheitshaus. Angesichts des guten Busnetzes können Menschen bis ins hohe Alter mobil bleiben. Die Rahmenbedingungen auch in Sachen Gesundheitsversorgung müssen gut sein, sonst würde die Lebenserwartung nicht über dem Bundesdurchschnitt liegen. Karin Höller

Contra: Paradies mit Kanten

O wie schön ist Münster, die Stadt, die ein Paradies für Ruheständler sein soll. Dass Münster nun bundesweit im Ranking die drittbeste Stadt für Senioren sein soll, dafür kann sie wirklich nichts. Der Eindruck bei der Einordnung muss sehr subjektiv gewesen sein. Münster ist von außen betrachtet zwar attraktiv, weil es viele Freizeitangebote gibt. Trotzdem fehlt es noch an vielen Stellen, um den älteren Bürgern das Leben angenehm zu machen. An erster Stelle dürften beispielsweise bezahlbare seniorengerechte Wohnungen stehen, die absolute Mangelware in der Stadt sind. ­Es gibt aber noch mehr Kritikpunkte. Senioren klagen über rücksichtlose Radfahrer und über das Kopfsteinpflaster sowie fehlende Ruhebänke in der Stadt. Es wäre doch einfach, auf dem Prinzipalmarkt ein oder zwei Sitzbänke aufzustellen, um das Giebelhausparadies in aller Ruhe betrachten zu können. Wie gesagt, es ist alles subjektiv. Gabriele Hillmoth

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