Sanierung des Aegidiimarktes geht weiter
Die nächste Fassadenrunde

Münster -

Höhere Kosten und eine zwischenzeitliche Insolvenz der Baufirma verzögerten die Fassadensanierung am Aegidiimarkt. Jetzt geht es weiter. In drei Jahren soll das Projekt beendet sein.

Freitag, 05.10.2018, 20:00 Uhr
Die Sanierung der Betonfassade des Aegidiimarktes geht in die nächste Runde. Eine Insolvenz einer Baufirma stoppte das Projekt, die jetzt in drei Jahren beendet sein soll.
Die Sanierung der Betonfassade des Aegidiimarktes geht in die nächste Runde. Eine Insolvenz einer Baufirma stoppte das Projekt, die jetzt in drei Jahren beendet sein soll. Foto: gh

Die Sanierung der Fassade des Aegidiimarktes in Münster geht jetzt weiter. Heinz-Peter Döhring von der Westfälischen Bauindustrie (WBI), die die Immobilie Aegidiimarkt verwaltet. Die WBI ist selbst in der Immobilie Eigentümerin und hat rund 4000 Quadratmeter an die Stadt vermiete. Der Bauleiter rechnet damit, dass der jetzt begonnene Sanierungsabschnitt über der Zufahrt zur Tiefgarage gegenüber der Domplatzzufahrt bis zum Weihnachtsmarkt fertiggestellt sein wird. Nächstes Jahr arbeitet sich die Firma dann in Richtung Aegidiistraße weiter.

Wie der Aegidiimarkt zur Dauerbaustelle wurde

Der Aegidiimarkt könnte sich zu einer Dauerbaustelle entwickeln, das befürchtete schon Klaus Kötterheinrich Mitte des Jahres 2017. Der damalige Chef der Westfälischen Bauindustrie (WBI) erklärte damals, dass die Schäden an der Fassade größer seien als erwartet. Zu dieser Erkenntnis kam ein Gutachter, der die vorgehängten Betonplatten mit den eingearbeiteten Fliesen untersucht hatte.

Dann schnellten die Kosten für die Gesamtmaßnahme in die Höhe, wenige Monate später ging die Baufirma Ende des Jahres 2017 in die Insolvenz.

Aufgrund dessen seien die Arbeiten neu vergeben worden, so Döhring. Wieder ging Zeit verloren. Die Gemeinschaft im Aegidiimarkt, die nach Angaben der WBI aus rund 80 Eigentümern besteht, musste erneut einen Beschluss über die Sanierung fassen und den Auftrag erneut vergeben.

Die ausführende Firma hat damit begonnen, die Betonfassade zu sanieren, die eigentlich wie eine Klinkerwand aussieht.

Komplette Erneuerung war im Gespräch

Seinerzeit wurde auch über eine komplette Erneuerung nachgedacht, was aber die Kosten noch weiter in die Höhe getrieben hätte, so Kötterheinrich. Auch wäre unter anderem ein Architektenwettbewerb und die Einbeziehung des Gestaltungsbeirates notwendig geworden.

Darum wurde mit einem Mehrheitsbeschluss der Eigentümergemeinschaft die Sanierung der Fassade aus dem Jahr 1979 auf den Weg gebracht, Aber es gab noch einen weiteren Knackpunkt: Die Fliesen waren in Größe und Farbe nicht mehr lieferbar. Entsprechend wurde die Fassade an der Wetterseite zur Aa bereits farblich angepasst.

Die Kosten für die Fassadensanierung seien heute mit deutlich über einer Million Euro veranschlagt, beschreibt Döhring den Umfang der Maßnahme, die in drei Jahre beendet sein soll.

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