Ausstellung von Ton Schulten in Münster
Bilder, die Harmonie vermitteln

Münster -

Deutlicher lässt sich die enge Verbindung zu dieser Stadt kaum ausdrücken: „Ich komme sehr gerne nach Münster, wir sind oft hier“, sagt der niederländische Maler Ton Schulten, als am Donnerstagabend im Foyer des Freiherr-vom-Stein-Hauses am Domplatz, dem Sitz der Bezirksregierung, seine Ausstellung „Farben verbinden“ vor großem Publikum eröffnet wird. Auch viele niederländische Gäste sind eigens angereist.Ton Schulten wurde 1938 in Ootmarsum nahe der deutsch-niederländischen Grenze geboren. Ab 1956 studierte er an der Akademie für Kunst und Industrie in Enschede. Bevor er sich der Malerei widmete, war er Werbefachmann. Zu Beginn der 1990er Jahre gab er diesen Beruf auf. 1991 erlitten er und seine Ehefrau Ank einen schweren Autounfall. Schulten wird aufgrund dieses Erlebnisses zum Maler von Licht und Harmonie. In Ootmarsum gibt es eine Galerie mit seinen Werken und ein Ton-Schulten-Museum.

Freitag, 05.10.2018, 18:04 Uhr
In der Ausstellung unter anderem zu sehen: das Gemälde „Vroegte lente“, gemalt im Jahr 2013 von Ton Schulten.
In der Ausstellung unter anderem zu sehen: das Gemälde „Vroegte lente“, gemalt im Jahr 2013 von Ton Schulten. Foto: pn

Deutlicher lässt sich die enge Verbindung zu dieser Stadt kaum ausdrücken: „Ich komme sehr gerne nach Münster, wir sind oft hier“, sagt der niederländische Maler Ton Schulten, als am Donnerstagabend im Foyer des Freiherr-vom-Stein-Hauses am Domplatz, dem Sitz der Bezirksregierung, seine Ausstellung „Farben verbinden“ vor großem Publikum eröffnet wird. Auch viele niederländische Gäste sind eigens angereist.

Der Künstler Ton Schulten hat seit Anfang der 1990er seinen eigenen Stil begründet: den Konsensismus. Leuchtende Farben, harmonische Kompositionen und ein kraftvoller Pinselstrich bestimmen das Werk des Niederländers, der vor allem für seine Landschaftsmosaiken bekannt ist. Und der, so führt John Joosten, Bürgermeister der niederländischen Gemeinde Dinkelland, bei der Eröffnung aus, einen Stil entwickelt hat, den auch Kunstfreunde zuordnen können, die keine Experten sind.

50 Bilder des durch Ausstellungen in Amerika, Israel und Europa auch international bekannten Künstlers sind bis zum 26. Oktober in Münster zu sehen. Es sind viele Landschaftsbilder darunter, etwa das grün strahlende, großformatige Werk „Vroegte lente“ aus dem Jahr 2013. Es zeigt anschaulich ein weiteres Stilmittel des inzwischen 80-jährigen Malers: Der Blick wird hier von der Mitte des Bildes angezogen; nach außen hin werden die Farben dunkler. Optimismus, Zuversicht und Zufriedenheit spiegeln sich in dem Werk.

Daneben entdeckt der Betrachter Stadtsilhouetten, die mit den typischen Doppeltürmen des Doms auch auf Münster verweisen – die Stadt, in der Ton Schulten nach eigenem Bekunden „gern auf einer Terrasse in der Sonne sitzt“ mit Ehefrau und Freunden.

Und ein ganz frühes Werk ist hier zu finden, von dessen Existenz der in Ootmarsum in der Provinz Overijssel lebende Künstler „gar nicht mehr wusste, dass ich es noch habe“: Es zeigt Kühe im Stall in einer hier noch zarten, später von ihm oft verwendeten Art der Bildkomposition. Seine Bilder, so sagt Regierungspräsidentin Dorothee Feller in ihrer Laudatio, entstünden nicht in Reibung mit der Umgebung, sondern aus tiefer Harmonie heraus. Schultens Erfolgsgeheimnis.

Zum Thema

Ausstellung „Farben verbinden“, bis 26. Oktober im Foyer der Bezirksregierung, Domplatz 1-3. Geöffnet: Mo-Fr von 8 bis 16 Uhr

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Ton Schulten wurde 1938 in Ootmarsum nahe der deutsch-niederländischen Grenze geboren. Ab 1956 studierte er an der Akademie für Kunst und Industrie in Enschede. Bevor er sich der Malerei widmete, war er Werbefachmann. Zu Beginn der 1990er Jahre gab er diesen Beruf auf. 1991 erlitten er und seine Ehefrau Ank einen schweren Autounfall. Schulten wird aufgrund dieses Erlebnisses zum Maler von Licht und Harmonie. In Ootmarsum gibt es eine Galerie mit seinen Werken und ein Ton-Schulten-Museum.

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