Flüchtlingsunterbringung
Ausschuss stimmt für ZUE-Plan

Münster -

Die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Zentrale Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge am Pulverschuppen sind auf den Weg gebracht. Das gefällt nicht allen Anwohnern in der Umgebung.

Samstag, 06.10.2018, 12:00 Uhr aktualisiert: 06.10.2018, 12:54 Uhr
Das Gelände an der Straße „Am Pulverschuppen“  
Das Gelände an der Straße „Am Pulverschuppen“. Foto: Oliver Werner

Einstimmig hat der Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung der Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Am Pulverschuppen/Coppenrathsweg/Warendorfer Straße zugestimmt.

Dort will die Stadt Münster bekanntlich eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge errichten, um auf dem Gelände der York-Kaserne in Gremmendorf künftig freie Hand zu haben. Nach Änderung des Flächennutzungsplans muss für die ZUE kein eigener Bebauungsplan mehr aufgestellt werden, heißt es.

Standortuntersuchung: "Am Pulverschuppen" bester Standort

Das Areal „Am Pulverschuppen“ gilt trotz des Protests von Anwohnern „nach wie vor als der am besten geeignete Standort im Vergleich mit den übrigen“, wie die Verwaltung betont. Dabei bezieht sie sich auf eine zwischenzeitlich durchgeführte sogenannte ergänzende Standortuntersuchung. Diese sei unabhängig von Eigentumsverhältnissen im gesamten Stadtgebiet vorgenommen worden, heißt es.

Aufgrund der Dringlichkeit einer ZUE-Umsiedlung hatte die Stadtverwaltung in einem ersten Schritt ausschließlich städtische Grundstücke sowie ein Grundstück der Stadtwerke untersucht. In seiner Sitzung am Mittwoch muss der Rat die Änderung des Flächennutzungsplans noch absegnen. Die Ansiedlung einer ZUE am Pulverschuppen ist nötig geworden, weil unter anderem SPD und Grüne zuvor die Ansiedlung einer Zentralen Ausländerbehörde abgelehnt hatten.

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