Mo., 08.10.2018

Stadionpläne CDU Bösensell geht mit Preußen Münster scharf ins Gericht

Die Pläne des SC Preußen, sich in Bösensell ein neues Stadion zu bauen, stoßen zunehmend auf Ablehnung.

Die Pläne des SC Preußen, sich in Bösensell ein neues Stadion zu bauen, stoßen zunehmend auf Ablehnung. Foto: Stepmap

Bösensell - 

Die CDU in Bösensell geht scharf mit der Informationspolitik des SC Preußen ins Gericht. Für mehr Transparenz und Austausch soll jetzt eine Bürgerversammlung sorgen.

Von Dietrich Harhues

Die CDU in Bösensell fordert, dass die Fakten auf den Tisch kommen und geht mit der bisherigen Informationspolitik des SC Preußen über seine Taktik hart ins Gericht. Mehr Klarheit über die Positionen soll eine bereits anberaumte Bürgerversammlung erbringen.

Die Stadionpläne standen auch auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des CDU-Ortsvorstandes, teilt dieser mit. Für Wirbel und Besorgnis nicht nur im Kreise der CDU hatte ein Bericht unserer Zeitung in der letzten Woche gesorgt. Der darin unter der Überschrift „Verlässt der SCP komplett die Stadt? geschilderte „neuerliche Vorstoß“ des Präsidenten des SC Preußen, Christoph Strässer, „irritiert uns sehr“, betont Dennis Bozan, Vorsitzender der CDU Bösensell. Er nennt auch die Gründe. Denn: Da seien „konkrete Zeitpläne“ ins Spiel gebracht und Angaben zu Erschließungskosten gemacht worden. Bei den Bösensellern löst das Unverständnis hervor: „Uns ist von unterschiedlichen Stellen mehrfach versichert worden, dass keine neuen Informationen vorliegen. Und dann das!“, unterstreicht Bozan. Er fügt unmissverständlich hinzu: „Wir fragen uns natürlich, ob alle Beteiligten uns gegenüber mit offenen Karten spielen.“ Die CDU Ortsunion kritisiert die Informationspolitik des Vereins scharf. „So geht das nicht.“

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Wir fragen uns, ob alle Beteiligten mit offenen Karten spielen.

Dennis Bozan, Vorsitzender der CDU Bösensell

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Der Parteivorstand habe mit „großem Unverständnis“ darauf reagiert. „Der Verein ist offensichtlich der Auffassung, dass er in Bösensell mit offenen Armen empfangen wird. Unserer Einschätzung nach ist aber genau das nicht der Fall. Im Gegenteil! Die übergroße Mehrheit steht dem Projekt grundsätzlich kritisch und ablehnend gegenüber“, unterstreicht die CDU in ihrer Pressemitteilung weiter. Die Informationspolitik des Vereins gebe den Kritikern zusätzliche Nahrung. „So schafft man kein Vertrauen“, heißt es im Wortlaut.

Appell: Bürger und Parteien an einen Tisch bringen

Diese für das Dorf so wichtige Frage eigne sich nicht für parteipolitische Auseinandersetzungen, sind sich die Christdemokraten sicher. „Ich hoffe, das sehen die anderen Parteien auch so“, so die einhellige Meinung im CDU-Vorstand. „Da zählt nur der Zusammenhalt.“

Deshalb lädt die CDU am 28. Oktober (Sonntag) dazu ein, von 11 bis 13 Uhr in der Gaststätte Temme mit einem Vertreter des SC Preußen Münster über die Pläne einer Fußball-Arena in Bösensell zu diskutieren.

Übersicht: Chronologie: Überblick: Die Preußen und ihr Stadion

Am Ende einer solchen Veranstaltung könnte die Gründung eines parteiübergreifenden Bündnisses oder eines Runden Tisches stehen, so der Bösenseller CDU-Chef. Er lässt offen, welche weiteren Vertreter auf dem Podium sitzen und ob das Vorgehen der örtlichen CDU mit dem Gemeindeverband abgestimmt ist. Schon vor mehreren Monaten hatten sich die Christdemokraten des Ortsteils überraschend kritisch dazu geäußert, dass der Preußen-Adler seinen neuen Horst in Bösensell bauen will, während sich die Mehrheitsfraktion im Rat bisher nicht erkennbar positioniert hat.



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