Di., 09.10.2018

Stadionsanierung CDU und Grüne bieten Stadion-Ausbau in Münster an

Stadionsanierung: CDU und Grüne bieten Stadion-Ausbau in Münster an

Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die Ratsmehrheit von CDU und Grünen hat dem abwanderungswilligen SC Preußen Münster eine Option aufgezeigt, sollte dessen Stadion-Pläne in Bösensell scheitern.

Von Dirk Anger

Der Preußen-Adler will seinen Horst am Berg Fidel ganz aufgeben und bereitet seinen Abflug nach Bösensell vor. Doch sollten die hochfliegenden Pläne des Fußball-Drittligisten für den Bau eines privat finanzierten 35 000-Zuschauer-Stadions im Rahmen eines interkommunalen Gewerbegebiets platzen, will die Ratsmehrheit von CDU und Grünen dem Verein am Standort Münster Schützenhilfe leisten. Übereinstimmend haben CDU und Grüne erklärt, das Stadion an der Hammer Straße weiter ausbauen zu wollen, falls die Vereinspläne in Bösensell scheitern.

Nach der Verabschiedung des Bebauungsplans „Sportpark Berg Fidel“ seien die planungsrechtlichen Voraussetzungen eines zweitligatauglichen städtischen Fußballstadions mit 20.000 Zuschauern geschaffen, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Weber. Die CDU werde bei den Haushaltsplanberatungen für 2019 voraussichtlich auch für weitere Investitionen in die Spielstätte plädieren.

Millionen für den Stadionerhalt 

„Allerdings kann das nach dem neuerlichen Kurswechsel der Vereinsführung nur mit einem Sperrvermerk geschehen, der im Fall des Scheiterns der Vereinspläne entfallen würde, damit die Preußen am Ende nicht mit leeren Händen dastehen“, so Weber. Er betonte zu gleich, dass die Stadt in den vergangenen Jahren bereits mehr als zehn Millionen Euro für den Stadionerhalt aufgewendet hat. Aktuell hat die Stadt als Eigentümerin dem Verein das Stadion an der Hammer Straße kostenfrei überlassen.

Ein Preußen-Stadion in Bösensell nannte Weber eine interessante Alternative, von der allerdings niemand sagen könne, ob und wann sie realisiert werden könne. Entscheidend seien in jedem Fall erst einmal die planungsrechtlichen Grundlagen. „Darüber kann einzig und allein in der Gemeinde Senden und ihrem Ortsteil Bösensell entschieden werden“, sagte Weber. Die CDU werde die Preußen aber keinesfalls im Stich lassen.

„Plan B“ an der Hammer Straße

Als „Plan B“ im Falle des Scheiterns der Bösensell-Pläne bezeichnet auch Grünen-Fraktionschef Otto Reiners den Stadionausbau an der Hammer Straße. Ob die Verlagerung des Vereins nach Senden allerdings Wirklichkeit wird, sei zurzeit noch ungewiss. Klar sei aber die Position der GAL-Fraktion, das Stadion an der Hammer Straße zügig auf 20 000 Zuschauer auszubauen. „Wir haben klargemacht, dass der Ausbau auf Kosten der Stadt erfolgen soll und dass der Verein als Mieter dabei kein wirtschaftliches Risiko übernehmen muss“, erläutert Klaus Rosenau, sportpolitischer Sprecher der GAL. 

Die Pläne des Vereins für den Umzug nach Senden und die damit verbundene Absicht, ein interkommunales Gewerbegebiet für Senden und für Münster zu entwickeln, wollen sich die Grünen erst einmal genau anschauen, bevor sie dazu Stellung nehmen. heißt es.

„Für uns hat die Hammer Straße Priorität, wir haben dort Planungsrecht, und wir sind bereit den Stadionausbau zu finanzieren. Senden ist dagegen auch für den Verein SCP bislang nur ein Wunschtraum“, bilanziert Reiners die beiden Alternativen.

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