„Grüner Weiler“ im Oxford-Quartier
Wohnen, Kultur und Gewerbe

Münster-Gievenbeck -

"Genossenschaftliches Wohnen“ ist das Stichwort eines Konzepts, das die im Oktober 2016 gegründete Wohnungsgenossenschaft „Grüner Weiler“ auf dem ehemals militärisch genutzten Areal verwirklichen möchte.

Mittwoch, 10.10.2018, 09:00 Uhr aktualisiert: 10.10.2018, 16:47 Uhr
Bei der Neugestaltung des Oxford-Quartiers möchte die Wohngenossenschaft „Grüner Weiler“ von Beginn an mit dabei sein.
Bei der Neugestaltung des Oxford-Quartiers möchte die Wohngenossenschaft „Grüner Weiler“ von Beginn an mit dabei sein. Foto: kbö

Während in Münster die Grundstücks- und Mietpreise unaufhaltsam steigen, soll es im neu zu entwickelten Oxford-Quartier eine Alternative für bezahlbaren Wohnraum geben. „Genossenschaftliches Wohnen“ ist dabei das Stichwort eines Konzepts, dass die im Oktober 2016 gegründete Wohnungsgenossenschaft „Grüner Weiler“ auf dem ehemals militärisch genutzten Areal verwirklichen möchte. Die Ziele stellten nun Verantwortliche der Genossenschaft den Mitgliedern der Bezirksvertretung Münster-West vor.

Wohnen mit gemeinsamer Infrastruktur

Laut Sprecher Thorsten Liebold sei es aufgrund der unterschiedlichen Wohnungsgrößen schwer, einen Größenordnungs-Indikator wie „Wohneinheiten“ zu formulieren. Aber: „Wir wollen bezahlbaren Wohnraum im urbanen Umfeld für etwa 250 Menschen sowie Flächen für Kultur und Gewerbe schaffen.“ Vorgesehen sei sowohl frei finanzierter wie auch geförderter Wohnungsbau. Der „Grüne Weiler“ stehe für verdichtetes Wohnen mit gemeinsamer Infrastruktur.

Teilen statt besitzen

Das Credo: teilen statt besitzen. So könnte beispielsweise eine Art Waschsalon mit mehreren Waschmaschinen installiert werden. Oder etwa eine große Gemeinschaftsküche, die das Miteinander fördern könnte.

In einer Broschüre werben die Verantwortlichen: „Offen ist unsere Genossenschaft für Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen – wir wollen Wohnraum schaffen für Studierende, für Singles und Paare, für Familien und ältere Menschen.“ Man plane sogenannte „Cluster-Wohnungen“, in denen mehrere Menschen gemeinsam lebten, sich Wohnzimmer und Küche teilten. Durch die „Ökonomie des Teilens“ – und da sind sich die Verantwortlichen der Wohngenossenschaft einig – „können in unseren Häusern bei gleicher Nutzfläche mehr Menschen wohnen, als in herkömmlichen Wohnformen“.

In Nachbarschaft zur Lukas-Gemeinde

Um das Konzept verwirklichen zu können, benötigt die Genossenschaft eine ausreichend große Nutzfläche. Thorsten Liebold nannte in diesem Zusammenhang eine Nutzfläche von 10.000 Quadratmetern. Geografisch möchte sich der „Grüne Weiler“ in Nachbarschaft des neuen Kirchenzentrums der evangelischen Lukas-Gemeinde ansiedeln. Und um das neue Quartier entsprechend mitprägen zu können, wünschen sich die Verantwortlichen, dass ein entsprechendes Grundstück bereits in der ersten Erschließungsphase zur Verfügung steht. Denn: „Wir glauben, mit unserem Projekt einen Beitrag zu einem guten sozialen Miteinander im Oxford-Quartier leisten zu können“, so Thorsten Liebold.

Mahlzeiten für bis zu 50 Bewohner

Vorgesehen sind verschiedene Gebäudeteile mit unterschiedlichen Bauhöhen, sprich drei- bis fünfgeschossig. Neben den Wohnungen soll es auch diverse Gemeinschaftseinrichtungen wie eine Caféteria, das sogenannte „Kulinarium“, geben. Die Wohngenossenschaft beschreibt dies wie folgt: „Das Kulinarium ist das zentrale Wohnzimmer, Esszimmer, Spielzimmer und Raum zum Feiern in einem.“ In der zugehörigen Küche werde an Wochentagen für bis zu 50 angemeldete Bewohner und deren Freunde gekocht. Zudem könne es als Veranstaltungsraum genutzt werden. Für die Finanzierung des Küchenbetriebs ist die Gründung eines Vereins angedacht, dessen Mitglieder durch ihre Beiträge die laufenden Kosten tragen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6112113?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker