Do., 11.10.2018

Konversion ist jetzt amtlich Wichtige Beschlüsse zur Kasernenbebauung im Rat

Konversion ist jetzt amtlich: Wichtige Beschlüsse zur Kasernenbebauung im Rat

Für die York-Kaserne in Gremmendorf (Bild) und auch die Oxford-Kaserne in Gievenbeck wurden die erforderlichen Baupläne im Rat verabschiedet. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Nach dem Verkauf der Kasernengelände in Gievenbeck und Gremmendorf durch den Bund an die Stadt Münster hat am Mittwoch der Rat wichtige Beschlüsse für das weitere Prozedere gefasst.

Von Klaus Baumeister

Jetzt ist es amtlich: Die Stadt Münster wird auf den jüngst vom Bund gekauften Kasernengrundstücken in Gremmendorf und Gievenbeck zwei große neue Quartiere mit insgesamt 3000 neue Wohnungen schaffen.

Der Rat der Stadt fasste dazu am Mittwochabend wichtige Beschlüsse:

► Die für die neue Nutzung der früheren Militärflächen erforderlichen neuen Bebauungspläne wurden verabschiedet.

► Das städtische Wohnungsunternehmen Wohn- und Stadtbau wurde beauftragt, insgesamt rund 900 Wohnungen an beiden Standorten zu errichten.

► Das neu gegründete städtische Unternehmen Konvoy, das die Flächen verwaltet und einzelne Baufelder an Investoren verkauft, erhält einen mit Ratsmitgliedern besetzten Aufsichtsrat.

► Die Stadtverwaltung wird ermächtigt, insgesamt 26,5 Stellen neu auszuschreiben, um die mit der Konversion anfallende Mehrarbeit zu leisten. Die Stellen sind befristet bis Ende 2025. Die mit der Konversion verbundenen Kosten werden dem Unternehmen Konvoy in Rechnung gestellt. Da Konvoy mit einer „schwarzen Null“ aus dem Projekt gehen will, werden die Kosten letztlich an die Bauherren weitergegeben.

Diskussionen um Stellenplan

In einer weitgehend unaufgeregten Debatte sorgte der Stellenplan dann im Rat doch für Diskussionen. Der Grund: Nur fünf der insgesamt 26,5 Stellen entstehen direkt bei der städtischen Gesellschaft, die anderen neu eingestellten Mitarbeiter werden dem Tiefbauamt (6,5 Stellen), dem Bauordnungsamt (4), dem Amt für Immobilienmanagement (6), dem Grünflächenamt (2) und dem Wohnungsamt (3) zugeordnet.

Begründet wurde dieses Vorgehen von der Stadtverwaltung damit, dass in genau diesen Fachämtern die Arbeit anfalle. Stirnrunzelnd fragte die SPD-Ratsfrau Gabriele Kubig-Steltig, wie man die Zuständigkeiten regeln wolle. Der FDP-Ratsherr Jörg Berens sprach von einer „Entmachtung der Konvoy“.

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Der Personalaufbau ist ambitioniert.

Raimund Köhn (GAL) zu dem Beschluss, 26,5 Konversions-Stellen zu schaffen

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Bisheriger Geschäftsführer der Konvoy GmbH ist der Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier. Mit den am Mittwoch gefassten Beschlüssen ist klar, dass er kurzfristig den Posten wieder aufgibt, und der städtische Konversionsbeauftragte Siegfried Thielen die Aufgabe übernimmt.

Parallel dazu wird die Stelle des Konvoy-Chefs neu ausgeschrieben, da Thielen im kommenden Jahr in den Ruhestand geht.



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