Abrissarbeiten an der Herwarthstraße
Bagger schaffen Platz für neue Hotels

Münster -

Das alte Verwaltungsgebäude an der Herwarthstraße wird seit Dienstag abgerissen. Auf dem großen Eckgrundstück zur Von-Steuben-Straße entstehen gleich zwei Hotels nebeneinander, ein „Novotel“ und „Ibis Budget“. Auf der anderen Straßenseite wird das neue „Atlantic“ gebaut.  

Dienstag, 16.10.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 17.10.2018, 13:44 Uhr
Der Abrissbagger beißt sich vom Innenhof aus durch das frühere ­Verwaltungsgebäude an der Herwarthstraße.
Der Abrissbagger beißt sich vom Innenhof aus durch das frühere ­Verwaltungsgebäude an der Herwarthstraße. Foto: Matthias Ahlke

18 Meter ist der Ausleger des Abbruchbaggers lang. Der Greifer beißt immer wieder in das frühere Verwaltungsgebäude in der Nähe der Hauptbahnhofs hinein. Die Abrissarbeiten für die beiden millionenschweren Hotelneubauten an der Herwarthstraße/Von-Steuben-Straße haben am Dienstag begonnen.

Die Investhotel-Gruppe des französischen Investors Yvon Houbé baut auf dem großen Eckgrundstück gleich zwei neue Hotels nebeneinander, ein „Novotel“ (Kategorie vier Sterne) und ein „Ibis Budget“ (Kategorie zwei Sterne), das direkt am Parkhaus Engelenschanze anschließen wird. Sie werden jeweils 120 Betten haben.

„Atlantic“ soll bis Frühjahr 2020 stehen

Nur einen Steinwurf von der Abrissbaustelle entfernt, liegt ein Trümmerfeld auf dem Grundstück des früheren „Dorint-Hotels“ an der Engelstraße/Herwarthstraße. Dort wurden bis Dienstag Baugrundbohrungen durchgeführt. Die von der Stadt erteilte Baugenehmigung gilt zunächst für drei Jahre. Doch so lange wird die Zech-Group dort mit ihrem Hotelneubau nicht warten. Sie geht von einer Bauzeit von einhalb bis zwei Jahren aus. Im Frühsommer 2020 soll, wo früher mal das „Mercure“ war, das „Atlantic“ mit 225 Zimmern und Suiten stehen. Zunächst muss der Boden ausgekoffert werden, unter dem Hotelneubau ist ein Tiefgarage geplant.

Eine riesige Schutzmatte hängt an der aus Sicherheitsgründen eingerüsteten, ehemaligen Stadtkasse, die dem „Novotel“ und dem „Ibis Budget“ in den kommenden vier Wochen weichen muss. Der Abriss erfolgt vom geschlossenen Innenhof aus, riesige Vliestücher schützen die Autos im angrenzenden Parkhaus vor Abbruchstaub. Damit sich die Staubentwicklung in Grenzen hält, ist das Gebäude seit den frühen Morgenstunden regelrecht geflutet worden.

Backsteine, Betondecken und Holzlatten aus dem Giebel stürzen immer wieder zu Boden. „Oberste Priorität hat, dass nichts auf die Straße fallen darf“, sagt der Polier des Abbruchunternehmens Moß. Es hatte vor Monaten auch das frühere „Dorint“-Hotel schräg gegenüber abgerissen. Damals drohte plötzlich, die seitliche Fassade auf die Fahrbahn zu stürzen, weshalb die Herwarthstraße kurzfristig gesperrt werden musste.

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