Inklusives Theaterstück zu Frida Kahlo
Hommage an das Leben

Münster -

Frida Kahlo war eine Ikone. Ihr Leben wird sich in Münster an einem ganz besonderen Tag nachempfinden lassen.

Donnerstag, 18.10.2018, 08:00 Uhr
Ausgerechnet an Allerheiligen und dem mexikanischen Tag der Toten wird das inklusive Theaterprojekt zu Frida Kahlo in Münsters Erphokirche zur Aufführung gebracht.
Ausgerechnet an Allerheiligen und dem mexikanischen Tag der Toten wird das inklusive Theaterprojekt zu Frida Kahlo in Münsters Erphokirche zur Aufführung gebracht. Foto: Theater hilft Leben

Die Mexikanerin Frida Kahlo war vieles. Malerin natürlich, immerhin wurden ihre Bilder von der Regierung ihres Landes zum nationalen Kulturgut erklärt. Kahlo war auch Revoluzzerin und nicht zuletzt eine Ikone, die gerade wegen ihrer körperlichen Einschränkung in Folge eines Busunfalls in Kombination mit ihrer Lebensleistung für viele Menschen ein Vorbild wurde.

Stationen dieses Lebens werden sich am 1. November (Donnerstag) in der Erphokirche nachempfinden lassen, denn dort gastiert ab 11 Uhr das inklusive Theaterprojekt „Frida Kahlo – Viva la Vida“, das vom Verein Theater hilft Leben ins Leben gerufen wurde. Am Mittwoch weilte die künstlerische Leitung Martina Mann in Münster, um sich mit Pastor Robert Mensinck sowie Ortrud und Ludger Harhues als Teil der Pfarrgemeinde die Kirche anzusehen.

Begeisterung über Allerheiligen-Termin

Mann zeigte sich begeistert, dass die Aufführung ausgerechnet an Allerheiligen als Matinee ab 11 Uhr stattfinden könne. Dass dafür sogar der eigentlich um 11.30 Uhr geplante Gottesdienst ausnahmsweise weichen muss, sieht Ortrud Harhues gelassen. „Es geht uns im Glauben doch auch darum, das Leben zu feiern“, zog sie einen Bogen zum mexikanischen Tag der Toten, der zeitgleich gefeiert wird. „Vielleicht haben uns die Mexikaner da in ihrem Umgang mit dem Thema sogar etwas voraus“, sagt Harhues und erinnert daran, dass auch vom Bistum ein Kulturwandel in den Kirchen gefordert werde. „Wir sind dazu aufgerufen, Experimente zu wagen“, so Harhues.

An dem Stück wirkten neben den Darstellern und zwei Musikern rund ein Dutzend weiterer Menschen mit. Beteiligt ist auch eine inklusive Tanzcompany aus dem Schwarzwald. Es sei schon ein großer organisatorischer Aufwand gewesen, alle Künstler für das von der Aktion Mensch geförderte Projekt unter einen Hut zu bringen, so Martina Mann.

Der Einsatz jedoch habe sich gelohnt. „Es wird ein emotionales Erlebnis zu Grenzüberschreitungen in Sprache, Klang und Bildern, indem sich viele Menschen wiederfinden werden“, verspricht Martina Mann.

Zum Thema

Karten für die Vorstellung am 1. November gibt es im Pfarrbüro am Erphokirchplatz oder im Internet unter www.theater-hilft-leben.de

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