Standsicherheit ist beeinträchtigt
Osttorbrücke für Lastwagen dicht

Münster-Hiltrup -

Die Osttorbrücke ist ab Freitag (19. Oktober) für schwere Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt. Der Grund: Bei einer turnusmäßigen Bauwerksüberprüfung wurden Rostschäden festgestellt.

Donnerstag, 18.10.2018, 00:00 Uhr aktualisiert: 18.10.2018, 18:20 Uhr
Standsicherheit ist beeinträchtigt: Osttorbrücke für Lastwagen dicht
Bis klar ist, wie weit der Rost vorgedrungen ist, bleibt die Osttorbrücke für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt. Das Tiefbauamt der Stadt Münster will in den kommenden Monaten prüfen, welche Sanierungsverfahren sinnvoll sind. Betroffen sind durch die Sperrung auch die Buslinien 6, 9 und N81. Foto: mlü

Die Osttorbrücke besteht aus drei Teilen, konkret betroffen ist das Brückenbauwerk über der Bahnlinie. Die Schäden beeinträchtigen die „Dauerhaftigkeit und die Standsicherheit der Brücke“, heißt es aus dem Tiefbauamt der Stadt Münster.

Wo liegt das Problem genau? Bei einer Spannbetonbrücke werden die eingesetzten Stahlseile an ihren Enden fest im Beton verankert. Diese „Spanngliedverankerungen“ an den Längsträgern haben Rost angesetzt. Solange nicht geklärt ist, wie weit sich der Rost auch in die Stahlseile gefressen hat, empfiehlt ein Gutachter, die Tragfähigkeit der Brücke vorläufig auf 7,5 Tonnen zu beschränken.

„Solchen Empfehlungen ist ohne Verzögerung Folge zu leisten“, erklärt der Leiter des Tiefbauamtes, Michael Grimm, die Notwendigkeit der Sperrung. Mit dem Brückeneinsturz in Genua habe das Gutachten indes nichts zu tun. „Das ist jetzt eher wie beim Tüv, wenn überraschend ein Schaden am Auto festgestellt wird, der vorher niemandem aufgefallen ist.“

Wie geht es weiter?

Das Tiefbauamt will wissen, wie groß die Schäden wirklich sind und wie tief der Rost reicht. Mit Endoskopen und Spezialkameras soll deswegen dem Bauwerk zu Leibe gerückt werden. Mit den Untersuchungsergebnissen wird danach eine statische Nachrechnung der  gesamten Konstruktion durchgeführt.

Anschließend kann entschieden werden, ob die Lastbeschränkung ganz oder teilweise aufgehoben werden kann und welche Sanierungsverfahren sinnvoll sind. Drei Monate werde das alles sicherlich mindestens dauern, schätzt Amtsleiter Grimm. „Es ist nach Genua aktuell schwierig, die entsprechenden Spezialfirmen zu bekommen.“

Bis eine Umleitungsstrecke ausgeschildert wird, dürfen Fahrzeuge mit einem Gewicht über 7,5 Tonnen die Hülsebrockstraße und die Straße „Zum Hiltruper See“ vorübergehend nutzen.

Busumleitungen

Betroffen sind durch die Sperrung auch die Busse. Große Busse können die Osttorbrücke nicht mehr nutzen. Betroffen sind laut den Stadtwerken Münster die Linien 6, 9 und N81. Die Linie 6 bedient nun das Wohngebiet an der Rubensstraße. Sie fährt ab der Haltestelle Am Herzkamp über die Rubensstraße zur Haltestelle Franz-Marc-Weg. Die Linien 9 und N81 fahren wie gewohnt bis zur Marktallee und werden ab der Glasuritstraße zum Bahnhof Hiltrup umgeleitet.

Shuttleverbdingung

Die Verbindung zwischen den Ortsteilen Hiltrup-Mitte und Hiltrup-Ost soll jedoch über den Kleinbus der Linie 18 sowie Shuttlebusse sichergestellt werden. Die Stadtwerke Münster wollen sie kurzfristig ab Freitag einsetzen.

Der Shuttleverkehr führt in beiden Richtungen zwischen Franz-Marc-Weg und Bahnhof Hiltrup über Rubensstraße und Osttor. Diese Shuttlebusse halten an allen Haltestellen auf dem Linienweg und fahren etwa alle zehn Minuten. Die Kleinbusse dürfen die Brücke aufgrund ihres geringeren Gewichts weiterhin nutzen.

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