Über 20 Verletzte im Oktober
Radfahrer gegen Radfahrer: Auffällig viele Unfälle

Münster -

Im laufenden Monat Oktober gibt es bereits auffällig viele Unfälle von Radfahrern mit Radfahrern. Die Polizei spricht allein hier von 26 Verletzten.

Donnerstag, 18.10.2018, 18:00 Uhr aktualisiert: 18.10.2018, 19:00 Uhr
Symbolbild
Symbolbild Foto: dpa

Der Fall von Donnerstagvormittag passt nicht ganz ins Lagebild. Eine 77-jährige E-Bike-Fahrerin verletzte sich an der Kreuzung Vennheideweg/Hünenburg schwer, weil sie die Vorfahrt eines Autofahrers übersehen hatte. Auffallend viele Radfahrer sind im Oktober in Verkehrsunfälle verwickelt.

Noch auffälliger allerdings sind die ungewöhnlich vielen Unfälle von Radfahrern untereinander – also ohne die Beteiligung von Kraftfahrzeugen. So wurden in Münster seit Anfang Oktober bei 20 Unfällen unter ausschließlicher Beteiligung von Fahrradfahrern insgesamt 26 Personen verletzt, fünf davon schwer. Das teilt das Polizeipräsidium mit.

Ursächlich für die Verkehrsunfälle waren unter anderem fehlender oder zu geringer Seitenabstand, Missachten der Vorfahrt und Fahren entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.

Die Erstis trifft nicht allein die Schuld

So überholte am Dienstag ein 19-jähriger Fahrradfahrer auf dem Radweg der Steinfurter Straße einen 23-jährigen Radler. Dabei verhakten sich nach Polizeiangaben plötzlich die Lenker der beiden Leezen, beide Radfahrer stürzten zu Boden und verletzten sich leicht. Vermutlich habe der 19-Jährige den erforderlichen Seitenabstand beim Überholen nicht eingehalten und auch nicht geklingelt, nennt die Polizei ein aktuelles Beispiel.

Die höheren Unfallzahlen bei Radfahrern untereinander stehen aus Sicht der Polizei übrigens nicht mit dem Semesterstart an der Universität im Zusammenhang. „Viele Studenten sind noch gar nicht lange in Münster und müssen sich erst noch mit Leezen versorgen“, sagt Pressesprecher Roland Vorholt. Die Bilanz zeige, wie wichtig neben dem Einhalten der Verkehrsregeln insbesondere die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr sei. „Durch vorausschauendes Fahren könnte möglicherweise eine Vielzahl von Unfällen verhindert werden“, so Vorholt.

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