Woche des Sehens
Im Alter steigt das Risiko

Münster -

Das Uniklinikum Münster sensibilisierte in einem Vortag für das Thema Augenkrankheiten. Denn allein durch den demografischen Wandel wird in Deutschland voraussichtlich bis 2030 die Zahl der Augenerkrankungen um bis zu 30 Prozent ansteigen.

Freitag, 19.10.2018, 10:00 Uhr
Raphael Diener von der Augenklinik des UKM informierte die Bewohner des Tibusstifts über Augenerkrankungen im Alter.
Raphael Diener von der Augenklinik des UKM informierte die Bewohner des Tibusstifts über Augenerkrankungen im Alter. Foto: UKM/Thomas Hauss

Allein durch den demografischen Wandel wird in Deutschland voraussichtlich bis 2030 die Zahl der Augenerkrankungen um bis zu 30 Prozent ansteigen. Die Augenklinik des Universitätsklinikums Münster (UKM) will deshalb für die Gefahren des schlechten Sehens im Alter sensibilisieren. Ihre Ärzte gehen in Altenheime, um vorzubeugen. Im Tibusstift in Münsters Innenstadt hat Assistenzarzt Raphael Diener die Bewohner nun informiert.

Zu den typischen Augenerkrankungen des Alters zählen die Katarakt, also die Eintrübung der Linse. Diese macht sich oft durch das Sehen „wie durch einen Schleier“ bemerkbar. Die Katarakt ist altersabhängig: „So wie die Haare grau werden, wird auch die Linse trüb“, sagt Diener.

Einschränkungen des Gesichtsfeldes

Zu den weiteren Alterserkrankungen der Augen zählen die Makula-Degeneration sowie die Erkrankungen des peripheren Sehens und Einschränkungen des Gesichtsfeldes. Hier wäre typischerweise das Glaukom zu nennen, bei dem es sich um eine Erkrankung des Sehnervs handelt, heißt es in einer Pressemitteilung. Außerdem sollten Patienten, bei denen ein Diabetes mellitus bekannt ist, augenärztlich überwacht werden.

„Angesichts der Vielzahl von Augenerkrankungen, die Menschen im fortgeschrittenen Alter betreffen können, ist die Erkenntnis, dass gerade ältere Menschen unterdurchschnittlich augenärztlich betreut werden, keine gute Entwicklung“, sagt Prof. Nicole Eter, Direktorin der Augenklinik am UKM. „Deswegen gehen wir in diesem Jahr anlässlich der Woche des Sehens zu den Menschen in die Wohneinrichtungen, um aufzuklären.“

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