Pionierarbeit aus Münster
Integration am Arbeitsplatz

Münster -

Seit 30 Jahren hilft der Landschaftsverband Westfalen-Lippe dabei, Menschen mit Behinderungen in die Arbeitswelt zu begleiten. Seit 1988 gibt es in Münster Hilfe für Menschen, die aufgrund einer Behinderung Schwierigkeiten am Arbeitsplatz haben. Sie erhalten Unterstützung bei der Rückkehr ins Berufsleben, beim Erhalt des Arbeitsplatzes oder bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung.

Donnerstag, 18.10.2018, 22:00 Uhr
Freuen sich über den Erfolg des Integrationsfachdienstes (v.l.): Hartmut Baar (Inklusionsamt Arbeit des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe), Annemarie Stückenschneider (Teamleiterin) Michael Wedershofen (Inklusionsamt)
Freuen sich über den Erfolg des Integrationsfachdienstes (v.l.): Hartmut Baar (Inklusionsamt Arbeit des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe), Annemarie Stückenschneider (Teamleiterin) Michael Wedershofen (Inklusionsamt) Foto: pd

Vor 30 Jahren begann der Integrationsfachdienst (IFD) mit der heutigen Teamleiterin Annemarie Stückenschneider als erster Mitarbeiterin – heute gehören 22 Fachleute zu ihrem Team. Was als Modellprojekt in der Trägerschaft des Vereines FSP (Für Soziale Teilhabe und Psychische Gesundheit) in Münster begann, wurde in den 90er Jahren auf alle Landkreise und kreisfreien Städte in Westfalen-Lippe übertragen, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Flächendeckend wurden freie Träger vom Inklusionsamt Arbeit des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) aufgefordert, einen Integrationsfachdienst aufzubauen, weil wir bewiesen hatten, wie gut das funktioniert“, blickt Annemarie Stückenschneider zurück.

Verschiedene Schwerpunkte

Im Jahr 2000 wurde diese Praxis dann vom Gesetzgeber in die Sozialgesetze des Bundes aufgenommen. Erfolge aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg waren die Grundlage dafür. Die Pionierarbeit aus Münster kam somit nicht nur den Betroffenen in Münster zugute, sondern indirekt allen Betroffenen in ganz Deutschland. In den ersten Jahren war die Praxis geprägt von der Vermittlung in den Arbeitsmarkt.

Schrittweise kamen weitere Schwerpunkte hinzu: Der Übergang von der Schule in den Beruf, der Wechsel aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Unternehmen, später auch die Sicherung von Arbeitsplätzen, die heute den größten Teil des Leistungsspektrums ausmacht, das vom LWL finanziert wird.

Große Bedeutung

Insgesamt werden rund 500 Menschen monatlich betreut. „Im Zuge der Inklusion wird unserer Arbeit immer mehr Bedeutung beigemessen“ sagt Stückenschneider. „Es gibt auch deutlich mehr Engagement, um jungen Menschen mit Förderbedarf von der Schule in den Beruf zu unterstützen.“

Waren es zu Beginn vor allem Menschen mit psychischen Erkrankungen, die sich an den IFD wandten, so sind weitere Personengruppen dazugekommen, etwa neurologisch Erkrankte, Menschen mit Lerneinschränkungen und mit mehrfachen Körperbehinderungen sowie mit Sinnesbehinderungen.

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