Aasee nach Trockenheit
„Zustand ist nach wie vor kritisch“

Münster -

Auch mehr als zwei Monate nach dem katastrophalen Fischsterben ist der Zustand des Aasees nach wie vor „kritisch und labil“. Das hat die Verwaltung am Donnerstag mitgeteilt. Dafür sei vor allem der bislang ausgebliebene Herbstniederschlag schuld.

Donnerstag, 18.10.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 18.10.2018, 19:27 Uhr
Der Zustand des Aasees ist auch mehr als zwei Monate nach dem Fischsterben noch immer „kritisch“, so die Stadt.
Der Zustand des Aasees ist auch mehr als zwei Monate nach dem Fischsterben noch immer „kritisch“, so die Stadt. Foto: kal

Der Zustand des Aasees ist nach wie vor „labil und kritisch“. Dies hat die Stadtverwaltung am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt. „Seit dem Fischsterben im August hat sich die Witterung grundsätzlich nicht geändert. Insbesondere sind die normalerweise auftretenden herbstlichen Niederschläge bisher ausgeblieben. Deshalb hat sich der Zustand des Aasees auch nicht grundlegend geändert“, schreibt die Verwaltung in einer Stellungnahme.

Aktuell betrage die Wassertiefe rund 1,60 Meter, das entspreche in etwa dem Wert vom August – als quasi über Nacht 20 Tonnen Fisch verendeten. „Der Zufluss an der Roxeler Aa liegt mit rund 50 Litern pro Sekunde im Bereich des mittleren Niedrigwasserabflusses mit fallender Tendenz – wie bei den übrigen Fließgewässern auch“, schreibt die Stadt weiter.

Schwankender Sauerstoffgehalt

Die Messwerte im Aasee unterliegen laut Stadt starken Schwankungen. So schwanke der Sauerstoffgehalt zwischen einer Übersättigung und einer Untersättigung. „Mitunter sinkt die Sättigung bis in den kritischen Bereich“, betont die Verwaltung, nachdem es in der letzten Zeit kaum Regen gegeben hat und teilweise hochsommerlich warm gewesen ist. Zugleich unterstreicht sie, dass dies kein grundsätzlich neues Phänomen, sondern den spezifischen Gegebenheiten am Aasee geschuldet sei, die aber durch die extrem niederschlagsarme Witterung erheblich verstärkt würden.

Nach dem Fischsterben im August sprachen Experten von einer der größten ökologischen Katastrophen Münsters in der Stadtgeschichte. Danach traf sich unter anderem ein Runder Tisch, um über Ursachen und Folgen des Fischsterbens zu diskutieren. Der Katastrophe war eine wochenlange Hitzeperiode mit bis zu 37 Grad vorausgegangen.

Fischsterben im Aasee

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  • Fischsterben im Aasee Foto: Matthias Ahlke
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