„Keinen Meter den Nazis“ will protestieren
AfD-Parteitag im Rathaus: Demonstration geplant

Münster -

Am 3. November wird die AfD im Rathaus ihren Kreisparteitag abhalten. Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ hat umgehend eine Demonstration angekündigt.

Freitag, 19.10.2018, 15:50 Uhr aktualisiert: 19.10.2018, 16:23 Uhr
So protestierten im vergangenen Jahr 4000 Menschen gegen die AfD auf dem Prinzipalmarkt. Für den AfD-Parteitag am 3. November im historischen Rathaus ist erneut eine Demonstration angemeldet.
So protestierten im vergangenen Jahr 4000 Menschen gegen die AfD auf dem Prinzipalmarkt. Für den AfD-Parteitag am 3. November im historischen Rathaus ist erneut eine Demonstration angemeldet. Foto: Gunnar Pier

Kaum hat die AfD angekündigt, dass sie am 3. November im Rathaus ihren Kreisparteitag abhalten wird, da formiert sich Protest. Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ hat bei der Polizei für diesen Tag eine Demonstration auf dem Prinzipalmarkt angemeldet, so der Sprecher der Initiative, Carsten Peters. Er hofft auf eine große Beteiligung. Auch während des für den 22. Februar geplanten Neujahrsempfangs der AfD, der ebenfalls im Rathaus stattfinden wird, hat „Keinen Meter den Nazis“ eine Demonstration angemeldet.

Oberbürgermeister prüft umstrittenen Redebeitrag

Unterdessen schlägt ein umstrittener Redebeitrag des AfD-Ratsherrn Martin Schiller in der jüngsten Sitzung des Rates Wellen. Ein weiteres Ratsmitglied bat danach den Oberbürgermeister um Prüfung, ob Ordnungsmaßnahmen gegen den Redner möglich beziehungsweise erforderlich seien. Dies werde nun vom Oberbürgermeister geprüft, bestätigte am Freitag ein Sprecher der Verwaltung.

Auf der Facebook-Seite unserer Zeitung wird derweil über die geplanten AfD-Veranstaltungen diskutiert. Userin Alexandra Heinhold sieht den Gegenprotest kritisch: „Das weckt die Menschen nur auf, im Wahlprogramm die interessanten Punkte zu lesen“, fürchtet sie. „Hoffentlich bleibt die AfD in Münster unbedeutend“, schreibt Manfred Cordes. Es gibt aber auch Äußerungen, die den Parteitag ausdrücklich verteidigen und sich klar gegen Demonstrationen wenden.

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