Filmteam an der Frauenstraße
Wilsberg-Dreh: Bielefelder schweigen eisern

Münster -

Acht Tage lang wurde in Bielefeld gedreht, aber nur einen Tag lang in Münster: Die beiden neuen Wilsberg-Folgen muten ihrem lokalpatriotischen Publikum einiges zu . . .

Freitag, 19.10.2018, 18:00 Uhr aktualisiert: 19.10.2018, 18:51 Uhr
Auch eine Wilsberg-Folge aus Bielefeld muss in Münster beginnen. Das Filmteam drehte am Freitag vor dem Antiquariat Solder an der Frauenstraße, wo Ekki (Oliver Korittke, r.) dekorativ aus seinem Auto aussteigen durfte.
Auch eine Wilsberg-Folge aus Bielefeld muss in Münster beginnen. Das Filmteam drehte am Freitag vor dem Antiquariat Solder an der Frauenstraße, wo Ekki (Oliver Korittke, r.) dekorativ aus seinem Auto aussteigen durfte. Foto: Matthias Ahlke

Was ist der Unterschied zwischen Bielefeld und Münster? Bielefeld gibt es nicht – aber in Münster gibt es keinen Platz zum Drehen . . .

Für ein 40-köpfiges Filmteam ist es am Freitagmittag vor dem Antiquariat Solder an der Frauenstraße schon eng genug. Aber wenn von drei Seiten auch noch Unbeteiligte, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, die Location stürmen, liegen die Nerven blank. Ein Aufpasser mit kurzen Hosen, Rauschebart und Trompetenstimme gibt in der Straßenmitte den Ton an, seine vielen Helferlein mit gelben Westen halten das Publikum auf Abstand. „Moment bitte, hier wird gedreht.“ – „Tatort oder Wilsberg?“ – „Wilsberg . . .“

Münster nur dekorativer Rahmen für neue Folgen

Das Besondere an diesen Dreharbeiten ist, dass sie überhaupt stattfinden. Denn es geht nur um den dekorativen Rahmen für die Wilsberg-Episoden 65 und 66, die, wie berichtet, ausgerechnet in Bielefeld spielen. Für die Filmleute war das ostwestfälische Mittelzen­trum offenbar eine angenehme Überraschung mit viel Platz, viel Offenheit und viel unaufdringlicher Neugierde – da legt man doch gerne acht Drehtage auf. Westfalens wahre Metropole hingegen ist nur für ein bisschen Rahmenhandlung zuständig, da reicht ein einziger Tag an einem einzigen Drehort . . .

Wilsberg-Dreharbeiten

1/18
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke
  • Dreharbeiten zu den Wilsberg-Folgen 65 und 66 an der Frauenstraße Foto: Matthias Ahlke

Immerhin, die Stars sind da: Leonard Lansink, Ina Paule Klink und Oliver Korittke geben sich an der Frauenstraße die Klinke in die Hand. „Achtung, wir drehen. Ruhe bitte!“ Auto fährt vor, Fahrer steigt aus, Tür geht auf: „Danke!“ Das war’s. Das finden viele Passanten spannend genug, um auch dann stehenzubleiben, als der Durchgang für wenige Augenblicke gestattet ist.

Familie erntet Selfie mit Wilsberg

Eine Familie schlägt sich bis zum großen Wilsberg persönlich durch. Leonard Lansink lächelt. „Ein Selfie? Klar, machen wir doch!“ So viel Nähe kommt bei den Fans an: „Wilsberg ist ein wunderbarer Charakter!“ Alle anderen dürfen übrigens nicht mit den Darstellern reden. Nur Fotos ohne Blitz, und keine Tonaufnahmen, da ist die Produktionsfirma eisern. In Bielefeld sei schließlich alles gesagt worden.

Wer weiß, was die Schauspieler zu erzählen hätten: Dass Vanillepudding besser schmeckt als Altbierbowle? Dass eine Musikhalle ein prima Akustik hat? Dass Fußball in der zweiten Bundesliga möglich ist? Nicht auszudenken!

Bis zur Ausstrahlung ist Geduld gefragt

Wer wissen will, was an dieser Bielefeld-Verschwörung dran ist, wird sich gedulden müssen. Die beiden Bielefeld-Folgen werden frühestens Ende nächsten Jahres gesendet. Falls es Bielefeld überhaupt gibt.

„Wilsberg“ spielt erstmals in Bielefeld

1/8
  • Heinrich Schafmeister und Leonard Lansink im Innenhof des Alten Rathauses in Bielefeld am roten Volvo, der in den ersten Wilsberg-Jahren eine Rolle spielte und nun für eine Folge zurückkehrt.

    Foto: Niklas Tüns
  • Produzent Anton Moho, Hauptdarsteller Leonard Lansink, Episodendarstellerin Mira Bartuschek, Hauptdarsteller Roland Jankowsky und Episodendarsteller Stefan Haschke vor dem Alten Rathaus in Bielefeld (v.l.)

    Foto: Niklas Tüns
  • Hauptdarsteller Roland Jankowsky, Hauptdarsteller Leonard Lansink und Episodendarsteller Stefan Haschke vor dem Alten Rathaus in Bielefeld (v.l.).

    Foto: Niklas Tüns
  • Hauptdarsteller Leonard Lansink auf Tuchfühlung mit Scotty, dem Hund von Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen.

    Foto: Niklas Tüns
  • Foto: Niklas Tüns
  • Foto: Niklas Tüns
  • Foto: Niklas Tüns
  • Foto: Niklas Tüns
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6132930?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker