Katholikentag
„Erinnere mich gerne daran“

Münster -

Wirkt der Katholikentag in Münster noch nach? Darüber haben Kirchenvertreter beim jüngsten „Klostergespräch“ im Kapuzinerkloster diskutiert. Das Ergebnis ist nicht eindeutig.

Montag, 22.10.2018, 16:00 Uhr
Bruder Paulus (l.) und Dr. Klaus Winterkamp auf dem Podium
Bruder Paulus (l.) und Dr. Klaus Winterkamp auf dem Podium Foto: Bischöfliche Pressestelle/Jürgen Flatken

War der 101. Katholikentag ein singuläres Ereignis, oder schaffte er es, mit seinen Impulsen über den Mai hinaus zu wirken? Diesen und weiteren Fragen gingen der Kapuzinerbruder Paulus Terwitte aus Frankfurt und der münsterische Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp laut einer Pressemitteilung des Bistums beim jüngsten „Klostergespräch“ im Kapuzinerkloster nach.

Winterkamp war als Beauftragter des Bistums Münster maßgeblich an der Planung und Durchführung des Katholikentags beteiligt. „Ich erinnere mich gerne daran“, sagte Winterkamp. Bruder Paulus stellte die Frage, wie sich der Katholikentag gesellschaftlich ausgewirkt habe. Winterkamp verwies auf die Eröffnungsrede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier: „Das hat schon Zeichen gesetzt, dass er über die Bedeutung der Religion im öffentlichen Raum und über konfessionsübergreifende Ehen sprach.“

Dennoch sei die Wirkung heute nicht mehr so wie früher, „als Bundeskanzler Konrad Adenauer noch vor 120 000 Menschen sprach“. Verändert habe sich auch das Auftreten der katholischen Kirche. Früher hätten die Katholiken mit einer Stimme gesprochen. Heute sie die Kirche „das Spiegelbild einer total pluralen Gesellschaft“, sagte Winterkamp. „Die Kunst besteht darin, die unterschiedlichen Meinungen und Haltungen zusammen zu bringen.“ Und diese Spannung gelte es auszuhalten.

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