Netz-Reaktionen
Mehrheit für neuen Stadtteil

Münster -

Das Stimmungsbild ist eindeutig: Die Münsteraner wollen einen neuen Stadtteil. Die angespannte Wohnungssituation treibt die Menschen in Münster um, wie die Reaktionen im Netz zeigen. Eine Auswahl.

Montag, 22.10.2018, 17:30 Uhr aktualisiert: 22.10.2018, 18:00 Uhr
Netz-Reaktionen: Mehrheit für neuen Stadtteil
In Münster ist Wohnraum Mangelware. Foto: dpa

Braucht Münster einen neuen Stadtteil, um die Wohnungsnot zu lindern? Diese Frage beschäftigt die Münsteraner ganz offenbar sehr – und diese Frage emotionalisiert auch.

Zunächst einmal die nackten Zahlen: Eine (nicht repräsentative) Umfrage unserer Zeitung erbrachte ein klares Ergebnis. 77 Prozent der User plädieren für einen neuen Stadtteil, 13 Prozent halten diesen Weg für falsch. Über 1100 Stimmen wurden abgegeben.

Bei Facebook gab es derweil eine lebhafte Debatte.

► Philipp Wilco schreibt: „Alles ist besser als Nachverdichtung. Wenn ein Zug voll ist, hängt man man einen neuen Waggon hinten dran und setzt die neuen Passagiere nicht auf den Schoß der anderen.“

► Andreas Condor Degenkolbe schreibt: „Wir müssen mehr in die Höhe bauen, um auf derselben Grundfläche mehr Menschen unterbringen zu können.“

► Peter Henkenberg meint: „Hier sind mittlerweile einige grüne Hinterhöfe und Flächen verschwunden zu Gunsten nichtssagender Architektur und nerviger Nachbarn, die meinen, ihnen gehöre die Umgebung jetzt. Dann lieber ein neuer Stadtteil, da kann man dann auch gleich verkehrstechnisch richtig planen.“

► Fabian Benedikt hat einen ziemlich radikalen Vorschlag: „Vielleicht sollte Menschen in Münster nur einen Arbeitsplatz bekommen, wenn sie eine Wohnung nachweisen, oder von zu Hause aus pendeln.“

► Die Meinung von Judith Backhaus: „Klar braucht Münster einen neuen Stadtteil. Aber warum können wir in Deutschland nicht so schnell und so kreativ wie unsere Nachbarn in Holland und Frankreich bauen?“

► Heiner Bücker schreibt: Münster benötige „eine kommunale Bodenpolitik, die Spekulation und weiteren Kostensteigerungen vorbeugt“.

► Stephanie Leonie sieht die Sache so: „ Bloß kein neuer Stadtteil, dann müssen darunter Wiesen und Felder leiden. Wenn man in MS keine Wohnung findet, muss man eben pendeln.

► Pascal Thüer: „Wir brauchen erst eine Straßenbahn.“ 

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