Entwicklungshilfe
Großprojekt in Madagaskar

Münster -

Der Lions-Club Münster „Johann Conrad Schlaun“ hat in Madagaskar ein Hilfsprojekt initiiert. Das Projekt „Ambilobe“ ist größte in der bisherigen Geschichte des Clubs.

Mittwoch, 24.10.2018, 11:00 Uhr
Neben den vom Lions-Club „Johann Conrad Schlaun“ in Madagaskar gebauten sechs Schulräumen entstanden ein Basketballplatz, ein Gebäude mit Lehrerzimmer, Toiletten, eine Dusche, ein Brunnen und ein Wasserturm.
Neben den vom Lions-Club „Johann Conrad Schlaun“ in Madagaskar gebauten sechs Schulräumen entstanden ein Basketballplatz, ein Gebäude mit Lehrerzimmer, Toiletten, eine Dusche, ein Brunnen und ein Wasserturm. Foto: LC Johann Conrad Schlaun

Dass der Lions-Club Münster „Johann Conrad Schlaun“ in Madagaskar ein Hilfsprojekt initiiert, lag nicht gerade auf der Hand. Und dennoch sollte das Projekt „Ambilobe“ sogar das größte in der bisherigen Geschichte dieses Clubs werden. Der Auslöser für das Projekt in der Stadt Ambilobe im Norden von Madagaskar lag nicht einmal in Münster selbst, sondern beim italienischen Partnerclub der Münsteraner. Der nämlich hatte selber vor Jahren in Ambilobe ein Hilfsprojekt, und als man erfuhr, dass ein Clubfreund in Münster enge Beziehungen zu Madagaskar pflegt, empfahlen die Italiener: „Wenn ihr einmal nach Madagaskar fliegt, dann seht Euch doch einmal unser Projekt an“.

2014 war es so weit. Eine kleine Gruppe aus Münster machte sich auf den Weg zu einer rein touristischen Reise in die Urwälder und Savannen des Landes. Dort lernte man die von katholischen Priestern geführte Schule St. Joseph kennen. Vor allem aber sah man, unter welch schwierigen Verhältnissen unterrichtet wurde. 90 Schüler in schäbigen Klassenräumen war der schulische Standard, berichtet der Lions-Club.

Diese Erfahrung war der Grundstein für das Schulprojekt „Ambilobe“ des münsterischen Clubs. Die Schulbibliothek wurde saniert. Dieser Test war laut Lions-Club ein Volltreffer, denn das Projekt verlief makellos. Die Qualität der Zusammenarbeit und das entstandene Vertrauen lieferten den Startschuss für den Neubau eines Schulgebäudes mit drei Klassenzimmern, heißt es weiter. Jetzt fielen in Münster die Würfel für Großes. Nun plante man den Bau eines weiteren Schulgebäudes mit drei Schulzimmern, einem Lehrerzimmer und Toiletten. Dazu die Errichtung eines Brunnens zur Wasserversorgung. Wie wurde die Finanzierung dieses Projekts abgesichert? Spenden der Mitglieder des Lions-Clubs und zahlreiche Benefizveranstaltungen stellten den erforderlichen Grundstock dar. Hinzu kam eine kräftige Unterstützung aus dem Fonds der internationalen Lions Foundation. So flossen etwa 75 000 Euro in das Projekt, ein Betrag, der in Madagaskar ein Mehrfaches an Werteschöpfung auslöste.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6141011?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker