Entscheidung der Universität
Burschenschaft Franconia bleibt Hochschulgruppe

Münster -

Die Burschenschaft Franconia wird nicht von der Liste der WWU-Hochschulgruppen gestrichen. Das hat das Rektorat entschieden. Studierendenvertreter hatten der Franconia vorgeworfen, Verbindungen zur „Identitären Bewegung“ zu haben.

Dienstag, 23.10.2018, 19:30 Uhr aktualisiert: 23.10.2018, 20:46 Uhr
Das Rektorat hat entschieden, dass die Burschenschaft Franconia weiterhin Hochschulgruppe sein darf.
Das Rektorat hat entschieden, dass die Burschenschaft Franconia weiterhin Hochschulgruppe sein darf. Foto: WWU/Peter Grewer

Die Burschenschaft Franconia wird nicht von der Liste der Hochschulgruppen der Westfälischen-Wilhelms-Universität gestrichen. Das hat jetzt das Rektorat entschieden.

Im Sommer hatte das Studierendenparlament die Streichung gefordert, da nach seiner Einschätzung eine Nähe der Franconia zur rechtslastigen „Identitären Bewegung“ bestehe. Die Leitung der Universität fragte daraufhin beim NRW-Innenministerium nach. Das bestätigte zwar, dass der Verfassungsschutz die „Identitäre Bewegung“ beobachtet. Zu Verbindungen zwischen dieser Gruppierung und der münsterischen Franconia gebe es jedoch keine Erkenntnisse. Die Entscheidung, ob die Franconia den Status einer Hochschulgruppe verlieren sollte, überließ das Ministerium der WWU.

Keine Hinweise 

Die Universität bat daraufhin zwei Hochschuljuristen, den Fall zu prüfen. Das Ergebnis liegt nun vor. „Die beiden Juristen sind übereinstimmend zum Urteil gekommen, dass es keinen Grund gebe, die Franconia von der Liste der Hochschulgruppen zu streichen“, erklärte am Dienstag der Sprecher der Universität, Norbert Robers. Dieser Empfehlung werde sich das Rektorat, das am Ende die Entscheidung zu fällen hat, anschließen.

Hochschulgruppen dürfen unter anderem Räume der Universität kostenfrei für Veranstaltungen nutzen. Dieses Privileg kann die Franconia nun weiter in Anspruch nehmen.

Nach Einschätzung der Juristen gibt es keine Hinweise auf Verbindungen zwischen Franconia und „Identitäter Bewegung“, so Robers. Zudem sei geprüft worden, ob das Verhältnis zwischen Franconia und Hochschule unzumutbar gestört ist – was ebenfalls Grund für eine Streichung von der Liste sein könnte. „Doch auch dies ist nicht der Fall“, so Robers.

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