Abschiebung droht
Gesuchter Mann geht der Polizei ins Netz

Münster -

Die Bundespolizei hat einen von den Behörden zur Abschiebung ausgeschriebenen Tunesier am Hauptbahnhof festgenommen. Außerdem hatte der Mann Drogen bei sich.

Mittwoch, 24.10.2018, 13:31 Uhr
Abschiebung droht: Gesuchter Mann geht der Polizei ins Netz
Symbolbild Foto: dpa

Die Personalien eines 40-jährigen Tunesiers wollten Polizeibeamte der Bundespolizei Münster am Dienstagabend um 21.45 Uhr im Bahnhof Münster überprüfen. Da der Mann laut Bundespolizei während der Kontrolle ein Päckchen mit zwei Gramm Kokain auf den Boden fallen ließ und widersprüchliche Angaben zu seinem Namen machte, wurde die Überprüfung in der Wache fortgesetzt.

Ein Scan der Fingerabdrücke des Mannes ergab dann den richtigen Namen. Dabei stellte sich heraus, dass der 40-Jährige vom Ausländeramt der Stadt Münster zur Ausweisung und Abschiebung ausgeschrieben ist. Als die Beamten der Bundespolizei dem bis zu diesem Zeitpunkt munteren Mann das Ergebnis der Personalienüberprüfung eröffneten, bekam dieser einen Schwächeanfall und musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert werden, heißt es in der Mitteilung. Nach fachärztlichen Untersuchungen wird der Mann einem Richter vorgeführt, der über seinen weiteren Verbleib entscheidet.

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