Beratung rund ums Thema Heizen
Zukunftsfähige Heizung spart viele Kosten

münster -

Die Heizperiode hat begonnen. Und damit für viele die Suche nach einer zukunftstauglichen Heizung oder einem passenden Tarif. Die Verbraucherzentrale gibt bei einer landesweiten Info-Aktion Tipps.

Donnerstag, 25.10.2018, 11:00 Uhr
Die Verbraucherzentrale informierte die Besucher der Stadtbücherei rund um das Thema Heizen: (v.r.) Die Energieberater Thomas Weber und Ute Tinner sowie Öffentlichkeitsarbeiter Sebastian Dröge.
Die Verbraucherzentrale informierte die Besucher der Stadtbücherei rund um das Thema Heizen: (v.r.) Die Energieberater Thomas Weber und Ute Tinner sowie Öffentlichkeitsarbeiter Sebastian Dröge. Foto: zin

„Was läuft im Keller?“, fragt die Verbraucherzentrale NRW. Klar, gelegentlich die alte Modelleisenbahn. Vor allem aber läuft die Heizung, die sich häufig als altersschwach entpuppt. Da sollten die Verbraucher eine zukunftstaugliche und klimafreundlich Neuerung ins Auge fassen.

Für jene, die diese Alternative bereits installiert haben, lohnt es sich dagegen eher, über einen Tarifwechsel nachzudenken. Nicht nur über diese Themen informierte drei Mitarbeiter der Verbraucherzentrale am Mittwoch im Foyer der Stadtbücherei. Die Info-Aktion wird landesweit durchgeführt.

Viele Heizkessel sind veraltet

Schätzungen zufolge sind hierzulande rund 60 Prozent der Heizkessel in Eigenheimen technisch veraltet und verschwenden deshalb Energie. Doch es gibt Alternativen – von modernen Gas- oder Öl-Brennwert-Kesseln bis zu Solarthermie und Wärmepumpe. Wer nicht wartet, bis die Heizung defekt ist, vermeidet mögliche Fehlinvestitionen. Um den richtigen Kessel zu ermitteln, seien auch Vor-Ort-Termine sinnvoll, sagt Diplom-Ingenieur Thomas Weber, Energieberater bei der hiesigen Verbraucherzentrale.

Dann gelte es, die „Randbedingungen“ der Immobilie ins Visier zu nehmen; so könne man ermitteln, ob zum Beispiel eine Wärmepumpe sinnvoll sei. Auch andere Themenbereiche wie Schimmel oder Lüftungstechnik würden angesprochen. Im Durchschnitt würden etwa 25 bis 30 Haus-Beratungen monatlich durchgeführt, sagt Weber. Die 90 Minuten Beratung kosten den Verbraucher 60 Euro.

Verträge bei Anbieter-Wechsel gut prüfen

Apropos Kosten: Die lassen sich auch durch einen Tarifwechsel beim Gas- oder Stromanbieter senken; hier weiß Verbraucherberaterin Ute Tinner Rat: „Die meisten Kunden befinden sich noch im Grundtarif ihres Energieversorgers“, sagt sie. Da könne sich bereits der Switch in einen günstigeren Tarif lohnen. Beim kompletten Anbieter-Wechsel dagegen sollte man die Verträge gut prüfen und eine Dauer von maximal einem Jahr wählen, wobei die Kündigungsfrist nur einen Monat betragen sollte.

„Anbieter mit Vorauskasse empfehle ich nicht; auch bei einem Bonus ist Vorsicht geboten.“ Der werde oft erst nach einem Jahr Lieferzeit gewährt – und die sei nicht identisch mit einem Jahr Vertragslaufzeit. Generell gelte: „Risikofrei gibt es nicht – aber risikoarm.“

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