Kritik
Der Klimabeirat ist enttäuscht

Münster -

Der Beirat für Klimaschutz zeigt sich enttäuscht über die Inhalte der „Zukunftsarena“. Denn die Probleme müssten schneller angepackt werden.

Freitag, 26.10.2018, 10:00 Uhr
 
  Foto: Oliver Werner

Der Beirat für Klimaschutz zeigt sich enttäuscht über die Inhalte der „Zukunftsarena“, die am 11. Oktober in der „Jovel Music Hall“ stattfand. Im Rahmen der Veranstaltung wurden bisherige Aktivitäten der Stadt und externer Stadtplaner zur Gestaltung von Münsters Zukunft mit den Perspektiven 2020, 2030 und 2050 präsentiert. „Klimaschutz spielte jedoch bestenfalls eine marginale Rolle bei der Beschreibung entscheidender Handlungsfelder für die zukünftige Stadtentwicklung“, so der Klimabeirat in einer Pressemitteilung. Er sieht dies insbesondere kritisch, weil die avisierte Reduktion der Treibhausgase um 95 Prozent bis 2050 tief greifendes Umdenken und unmittelbares Handeln erfordere.

Erst Anfang Oktober habe der Weltklimarat zu raschen, weitreichenden und beispiellosen Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft, auf dem Land wie in den Städten, aufgerufen. Die Erderwärmung erfolge schneller und mit schwereren Folgen als bislang angenommen. Schon oberhalb von 1,5 Grad steigen Risiken und Folgekosten bedrohlich.

„Dieser dramatische Weckruf richtet sich auch an die Verantwortlichen sowie die Bürger der Stadt Münster“, betont der Klimabeirat. Münster bezeichne sich als eine der aktivsten Klimaschutzstädte Deutschlands. „Warum aber spielt Klimaschutz keine adäquate Rolle in der Zukunftsgestaltung?“, fragt der Beirat. Er habe wiederholt angemahnt, Klimaschutz als wesentliche Querschnittaufgabe in einer kommunalen Entwicklungsstrategie und in den Verwaltungsstrukturen zu verankern. Dass der Zukunftsprozess dafür bislang nicht genutzt werde, wirke umso weniger verständlich.

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