Familienglück für Bodybuilderin Nena Vihtelič
Ex-„Bachelor“-Teilnehmerin erwartet ihr erstes Kind

Münster -

Vor vier Jahren kämpfte Nena Buddemeier in der Sendung „Der Bachelor“ um das Herz von Single-Mann Christian Tews. Doch in der fünften Folge gab es für die Flugbegleiterin aus Münster keine Rose mehr vom Junggesellen. Sie flog von Kapstadt zurück nach Hause, arbeitete weiter bei Air Berlin und suchte sich eine neue Herausforderung – im Bodybuilding. Heute kann Nena Buddemeier, die jetzt Vihtelič heißt, sagen: Besser hätte es nicht laufen können.

Freitag, 26.10.2018, 16:00 Uhr aktualisiert: 27.10.2018, 10:10 Uhr
Nena Vihtelič, ehemals Buddemeier, erwartet ihr erstes Kind. Das Zimmer für Töchterchen Nala Emilia Lilli in der Wohnung im Südviertel ist vorbereitet. Jeden Moment könnte es losgehen.
Nena Vihtelič, ehemals Buddemeier, erwartet ihr erstes Kind. Das Zimmer für Töchterchen Nala Emilia Lilli in der Wohnung im Südviertel ist vorbereitet. Jeden Moment könnte es losgehen. Foto: Oliver Werner

Über den Sport lernte sie acht Monate nach der Ausstrahlung der RTL-Kuppelshow ihren wahren Traummann kennen; am vergangenen Samstag hat sie ihn geheiratet. Und in zwei Wochen erwartet das Paar sein erstes Kind.

Der Nachwuchs kann kommen

„Ich bin überglücklich. Ein Baby war mein größter Wunsch“, sagt Nena Vihtelič in ihrer Wohnung im Südviertel. Alles dort steht im Zeichen des Nachwuchses. Ein Kinderwagen ist im Hauseingang geparkt, das Wohnzimmer schmücken Blumensträuße von den Hochzeitsgratulanten und ein Kinderbett. Pinke Luftballons und Herzen liegen verteilt im fertig eingerichteten Kinderzimmer. Nur noch eine fehlt: „Nala Emilia Lilli soll sie heißen. Das ist südafrikanischer Name“, sagt die 36-Jährige, deren Ehemann deutsch-kroatische Eltern hat und in Südafrika zur Welt kam. Die Tasche fürs Krankenhaus ist schon gepackt. Jeden Moment könnte es losgehen. „Ich bin bereit, ins Familienleben zu gehen.“

Noch einmal alles mitgenommen

In den vergangenen vier Jahren hat die Münsteranerin alles mitgenommen. Für Air Berlin flog sie als Kabinenchefin Mittel- und Langstreckenflüge. Zehn bis 14 Stunden-Schichten waren keine Seltenheit. Statt wie bisher zu joggen begann Nena Vihtelič mit einem neuen Hobby: dem Bodybuilden. Drei bis vier Stunden Training und Vorkochen für die proteinreiche Diät am Tag wurden zur Routine. „Bei den Hotels habe ich darauf geachtet, dass es ein Fitnessstudio gibt und wenn die anderen in Miami, New York oder Dubai shoppen gegangen sind, war ich trainieren“, blickt sie stolz zurück. Ihre Disziplin zahlte sich aus. Sie nahm an Wettbewerben teil und wurde dritte deutsche Meisterin in der „Bikini-Klasse“, der Einstiegsklasse für Bodybuilderinnen. „Wenn ich etwas angehe, dann richtig“, sagt Vihtelič.

Sein Lächeln und seine Ernsthaftigkeit im Umgang mit mir haben mich umgehauen. Bei ihm habe ich gemerkt, was Liebe ist.

Nena Vihtelič

Beide lieben Krafttraining

Über den Sport lernte sie auch ihren Mann kennen. Beide bewarben sich in einem Geschäft für Sportnahrung, sie auf einen Minijob neben ihrer Arbeit als Stewardess, Marjan Vihtelič auf eine Vollzeitstelle. Ihr gemeinsamer Chef schickte sie zu einem Lehrgang – es funkte. „Sein Lächeln und seine Ernsthaftigkeit im Umgang mit mir haben mich umgehauen. Bei ihm habe ich gemerkt, was Liebe ist.“

Dass sie sich wenige Monate zuvor noch um den „Bachelor“ vor Fernsehkameras bemüht hatte, wusste er nicht. „Es interessiert ihn auch nicht. Er hat es sich bis heute nicht angeschaut“, erzählt die Münsteranerin.

2016 erneut in TV-Sendung

Stattdessen teilen sie ihre Begeisterung für den Kraftsport. Auch der 30-jährige Physiotherapeut und Fitnesstrainer ist Bodybuilder. „Er ist mein Fels in der Brandung. Während ich die gestresste, aufbrausende bin, holt er mich runter. Ich habe ihn wiederum dazu gebracht, offener zu werden.“

Als RTL 2016 sie erneut in eine Show einlud, – dieses Mal in die Sendung „Ninja Warrior Germany“ – war er es, der sie ermutigte, ihre Sportlichkeit im Fernsehen unter Beweis zu stellen. Sie trainierte auf den schweren Hindernisparcours hin und schaffte immerhin drei Hindernisse. „Das ist nicht viel. Aber ich bin froh, dass ich mutig genug war. Nach der Schwangerschaft würde ich wieder mitmachen.“ Der Sport bedeutet ihr viel, worauf auch der kleine Silberanhänger an ihrer Halskette hindeutet: eine Hantel. „Mir selbst zu beweisen, dass ich es schaffen kann, hat mich positiv fürs Leben geprägt.“

2018 ist ihr Jahr

Seit neun Monaten zählen nun aber andere Dinge in ihrem Leben. Von ihrer alten Form ist bei der Hochschwangeren fast nichts mehr zu sehen. „Das ist mir egal“, sagt sie und ist dankbar dafür, dass 2018 bisher so gut für sie läuft. „2017 war geprägt von einer Fehlgeburt, der Insolvenz von Air Berlin und vielen Ängsten“, erzählt die junge Frau. Alles, was sie jetzt noch möchte, ist „an Weihnachten ein Baby im Arm zu halten“.

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