Fr., 26.10.2018

Filmtheaterpreise verliehen "Cinema & Kurbelkiste" ausgezeichnet

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (M.) mit den diesjährigen Gewinnern der Kino-Spitzenpreise, (v. l.) Sybille Mollzahn und Torben Scheller aus Hannover, und den Vorjahresgewinnern aus Münster und Gastgebern Jens Schneiderheinze und Thomas Behm.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (M.) mit den diesjährigen Gewinnern der Kino-Spitzenpreise, (v. l.) Sybille Mollzahn und Torben Scheller aus Hannover, und den Vorjahresgewinnern aus Münster und Gastgebern Jens Schneiderheinze und Thomas Behm. Foto: Ulrich Coppel

Münster - 

Erneut zählen Programmkinos aus Münster und der Region zu den besten Deutschlands. Kulturstaatsministerin Monika Grütters gratulierte am Donnerstagabend den Betreibern des münsterischen „Cinema & Kurbelkiste“, Jens Schneiderheinze und Thomas Behm, für ihr hervorragendes Qualitätsprogramm.

Von Ulrich Coppel

Sie erhielten dafür ein Preisgeld in Höhe von 20 000 Euro. In der Gesamt-Bundeswertung bedeutete dies Platz drei. Ihr letztjähriger erster Preis bescherte Münster die diesjährige Ausrichtung der Preisverleihung, die im Jovel stattfand.

Auch Kino Steinfurt erhält Preis

Neben Grütters zählten auch Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe, zugleich Präsident des deutschen Städtetages, sowie hochrangige Vertreter der Film- und Medienwirtschaft zu den Laudatoren. Auch das Schlosstheater aus Münster zählte mit 12 500 Euro Preisgeld, verteilt auf die Sparten Jahresfilmprogramm, Kinder- und Jugendfilm und Dokumentarfilm, zu den Gewinnern. Das Kino Steinfurt gewann ein Preisgeld in Höhe von 2500 Euro für sein Kinder- und Jugendfilmprogramm.

Den bundesweit ersten Platz belegte in diesem Jahr das „Kino am Raschplatz“ aus Hannover. Insgesamt wurden rund zwei Millionen Euro Preisgeld an einzelne Gewinner aus 280 Bewerbern verliehen.

„Die Kinobranche beklagt einen Besucherrückgang von 18 Prozent im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres“, erklärte Grütters. Ursache dafür sei vor allen Dingen der heiße Sommer und die Fußball-WM. Für manchen Kinobetreiber bedeutet der Preisgewinn zugleich auch Existenzsicherung. „Bevor wir 2001 zum ersten Mal den Kinopreis gewannen, hatten wir finanzielle Probleme und schon leise ans Aufhören gedacht“, sagten Behm und Schneiderheinze am Rande der Verleihung.

Engagement der Betreiber gewürdigt

Grütters stellte heraus, dass der Bundesregierung auch daran gelegen sei, das gleichermaßen idealistische wie hoch professionelle Engagement der Betreiber von Programmkinos zu würdigen. Die seien oftmals die einzigen Kulturstätten vor Ort und „ausgezeichnete Orte der Kultur“ – denn es würden ja nicht nur spannende Filme, sondern auch Schulkino, Kinder- und Spartenprogramme gezeigt. „Programmkinos haben deshalb eine gesamtgesellschaftliche Relevanz“, betonte Grütters.



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