Kanalausbau
Brückenbau um Jahre im Verzug - was das für die WLE-Reaktivierung bedeutet

Münster -

Ab 2020 soll die WLE-Brücke über den Kanal neu gebaut werden, ab 2023 sollen wieder Personenzüge rollen. Da stellen sich Fragen . . .

Dienstag, 30.10.2018, 07:00 Uhr aktualisiert: 30.10.2018, 07:10 Uhr
Die alte WLE-Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal hätte eigentlich längst durch eine neue ersetzt werden sollen. Aber der Ausbau zieht sich.
Die alte WLE-Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal hätte eigentlich längst durch eine neue ersetzt werden sollen. Aber der Ausbau zieht sich. Foto: Oliver Werner

2023 sollen wieder Personenzüge auf der Trasse der Westfälischen Landeseisenbahn (WLE) zwischen Münster und Sendenhorst rollen. Wenn alles glatt läuft, können die Züge den Dortmund-Ems-Kanal auf einer neuen Kanalbrücke überqueren. Die alte muss auf jeden Fall weg, da sie für den geplanten Kanalausbau zu kurz ist.

Das Wort „Wenn“ spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Der Grund: Das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine möchte mit den Bauarbeiten 2020 beginnen und sie 2022 beenden. Das würde reichen, wenn . . . Die Einschränkung kommt von Christine Wiese vom zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine. „Das ist der aktuelle Plan, der sich der natürlich noch ändern kann.“

Ein Blick in die früheren Bauzeitenpläne genügt, um zu erahnen, warum da ein Fragezeichen auftaucht. Als 2012 der Ausbau startete, war die WLE-Brücke für 2015 vorgesehen. Später war dann vom Baubeginn 2017 die Rede. In dem aktuell im Internet abgelegten Bauzeitenplan wird das Frühjahr 2018 angezeigt. Aber selbst diese Angabe ist bereits überholt.

Eine Brücke in sechs Jahren fertiggestellt

Sechs Jahre nach dem Start der Arbeiten an der so genannten Stadtstrecke Münster ist von acht neuen Brücken bislang nur eine fertig, die Schillerstraßenbrücke. Eine weitere Brücke an der Manfred-von-Richthofen-Straße ist in Arbeit. Nach dem ursprünglich vorgelegten Konzept müssten eigentlich auch die Brücken an der Wolbecker Straße und an der Straße zum Guten Hirten sowie die Prozessionsweg-Brücke in Arbeit sein. Die WLE-Brücke müsste eigentlich schon fertig sein.

Kanalbrücke Schillerstraße am Freitag frei

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  • Kanalbrücke Schillerstraße am Freitag frei Foto: Oliver Werner
  • Kanalbrücke Schillerstraße am Freitag frei Foto: Oliver Werner
  • Kanalbrücke Schillerstraße am Freitag frei Foto: Oliver Werner
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  • Kanalbrücke Schillerstraße am Freitag frei Foto: Oliver Werner
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  • Kanalbrücke Schillerstraße am Freitag frei Foto: Oliver Werner
  • Kanalbrücke Schillerstraße am Freitag frei Foto: Oliver Werner
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  • Kanalbrücke Schillerstraße am Freitag frei Foto: Oliver Werner
  • Kanalbrücke Schillerstraße am Freitag frei Foto: Oliver Werner
  • Kanalbrücke Schillerstraße am Freitag frei Foto: Oliver Werner

Bekannt ist, dass die personell ausgedünnte Wasser- und Schifffahrtsverwaltung mit der Arbeit nicht hinterher kommt und der Bauzeitenplan immer mehr gestreckt wird. Erst war von fünf Jahren die Rede, dann von zehn, dann von 14. Realistisch sind 20 und mehr.

WLE-Reaktivierung nicht betroffen

Johann Ubben, bei der WLE zuständig für den Bahnverkehr, sieht auch bei einem verzögerten Ausbau der Kanalbrücke keine Gefahr für die Reaktivierungspläne. „Die neue Brücke wird parallel zur alten gebaut und der Zugverkehr dann rübergelegt.“ Für etwa zwei Wochen, ergänzt Christine Wiese, sei in diesem Fall der Bahnverkehr unterbrochen.

In politischen Kreisen hat man keine Angst vor diesen zwei Wochen. Wohl aber vor dem negativen Signal, sollte die seit Jahren angestrebte Reaktivierung gleich mit einer jahrelangen Baustelle beginnen.

Schwimmender Stahlkoloss

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  • Nach fünfstündiger Vorbereitung setzte sich der 465 Tonnen schwere Stahlkoloss um 14 Uhr auf den Pontons langsam in Bewegung. Foto: hpe
  • Nach fünfstündiger Vorbereitung setzte sich der 465 Tonnen schwere Stahlkoloss um 14 Uhr auf den Pontons langsam in Bewegung. Foto: hpe
  • Nach fünfstündiger Vorbereitung setzte sich der 465 Tonnen schwere Stahlkoloss um 14 Uhr auf den Pontons langsam in Bewegung. Foto: hpe
  • Nach fünfstündiger Vorbereitung setzte sich der 465 Tonnen schwere Stahlkoloss um 14 Uhr auf den Pontons langsam in Bewegung. Foto: hpe
  • Nach fünfstündiger Vorbereitung setzte sich der 465 Tonnen schwere Stahlkoloss um 14 Uhr auf den Pontons langsam in Bewegung. Foto: hpe
  • Nach fünfstündiger Vorbereitung setzte sich der 465 Tonnen schwere Stahlkoloss um 14 Uhr auf den Pontons langsam in Bewegung. Foto: hpe
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  • Nach fünfstündiger Vorbereitung setzte sich der 465 Tonnen schwere Stahlkoloss um 14 Uhr auf den Pontons langsam in Bewegung. Foto: hpe
  • Nach fünfstündiger Vorbereitung setzte sich der 465 Tonnen schwere Stahlkoloss um 14 Uhr auf den Pontons langsam in Bewegung. Foto: hpe
  • Nach fünfstündiger Vorbereitung setzte sich der 465 Tonnen schwere Stahlkoloss um 14 Uhr auf den Pontons langsam in Bewegung. Foto: hpe
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