Sa., 03.11.2018

Preußen-Spiel und Demonstration gegen AfD Großeinsatz für 200 Polizeikräfte am Samstag

Preußen-Spiel und Demonstration gegen AfD: Großeinsatz für 200 Polizeikräfte am Samstag

Zum Kreisparteitag der AfD Münster werden nicht so viele Demonstranten erwartet, wie im Februar 2017: Während die AfD am damals im Rathaus Münster ihren Neujahrsempfang mit Frauke Petry feierte, protestieren draußen auf dem Prinzipalmarkt nach offiziellen Schätzungen mehr als 8000 Menschen gegen die Partei. Foto: Gunnar A. Pier

Münster - 

Großeinsatz für die Polizei am Samstagnachmittag: Über 200 Kräfte sind im Einsatz, wenn Tausende Fußballfans im Preußenstadion das Spiel gegen 1860 München verfolgen, und zeitgleich Hunderte gegen die AfD auf dem Prinzipalmarkt demonstrieren.

Von Ralf Repöhler

Über 11 000 Fußballfans im Preußen-Stadion beim Drittligaspiel gegen 1860 München und zeitgleich an die 1000 Demonstranten auf dem Prinzipalmarkt, die gegen den Kreisparteitag der AfD im Rathaus protestieren – für Münsters Polizei wird es kein normaler Samstag werden.

Insgesamt werden rund 200 Kräfte im Einsatz sein. „Und wir haben auch noch den Send“, sagt Polizeipressesprecher Roland Vorholt.

Keine Krawallbereitschaft erwartet

Gesamteinsatzleiter Martin Mönnighoff rechnet nicht mit einer Krawallbereitschaft beim Preußen-Spiel und der Gegendemonstration, erfahrene Hundertschaftkräfte stehen dennoch bereit, um binnen Minuten auf dem Prinzipalmarkt oder an der Hammer Straße zu sein. Vor allem müssen die Münsteraner mit Verkehrsbehinderungen in der am Samstag vermutlich ohnehin vollen Innenstadt rund um Prinzipalmarkt, Preußenstadion und dem Hauptbahnhof rechnen.

Fotostrecke: Mehr als 8000 Münsteraner protestieren gegen AfD-Neujahrsempfang 2017

Der Sonderzug aus München wird zwischen 11 und 12 Uhr eintreffen. Die gut 2000 „Löwen“-Fans werden mit Shuttle-Bussen zum Stadion gebracht. Zu hören ist, dass sie eine Choreografie angemeldet haben – also ein Tribünenbild vor dem Einlaufen der Mannschaften zeigen wollen. Die Sicherheitskräfte werden ein Augenmerk auf mögliche Pyrotechnik im Stadion haben.

Protest gegen AfD-Veranstaltung

200 Teilnehmer hat das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ für die Demonstration zwischen Rathaus und St.-Lamberti-Kirche angemeldet, die Polizei rechnet indes mit 500 bis 1000 Demonstranten gegen die mittlerweile vierte AfD-Veranstaltung in öffentlichen Räumen in den letzten Jahren.

8000 Gegendemonstranten waren es im Februar 2017, als beim Neujahrsempfang die damalige Bundeschefin Petry nach Münster gekommen war. Am Samstag ist keine Prominenz aus der Parteispitze dabei.

Absperrungen rund um das Rathaus

Rund um das Rathaus wird es ab dem Mittag zu Absperrungen kommen, die Bögen werden allerdings freibleiben. „Alle Geschäfte sind erreichbar“, betont der städtische Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer.

Busse umfahren Prinzipalmarkt

Am Samstag, 3. November, umfahren die Busse der Linien 1, 2, 4, 9, 10, 11, 12 und 14 von 12 bis 17 Uhr Münsters Innenstadt, da der Prinzipalmarkt aufgrund der Demonstration gesperrt ist.

Die Busse fahren folgende Umleitung:

Linien 1 und 9 fahren zwischen den Haltestellen Bült und Neutor in beiden Richtungen über die Münzstraße.
Die Linien 2, 4, 10 und 14 fahren ab Hauptbahnhof in Richtung Alte Sternwarte, Clemenshospital, Meckmannweg bzw. Zoo über Ludgeriplatz und Antoniuskirche zur Weseler Straße.

Die Linien 11 und 12 fahren in Richtung Coesfelder Kreuz/Gievenbeck ab Hauptbahnhof über Ludgeriplatz, Antoniuskirche, Weseler Straße und Aegidiistraße zur Haltestelle Aegidiimarkt.

In der angegebenen Zeit fahren die Busse die Haltestellen Engelenschanze, Raphaelsklinik, Klemensstraße, Domplatz, Picasso-Museum auf der Rothenburg und Prinzipalmarkt nicht an. Die Stadtwerke empfehlen, die Haltestellen Altstadt/Bült, Hauptbahnhof oder Ludgeriplatz zu nutzen. Innerhalb der Umleitungen werden ebenfalls alle regulären Haltestellen angefahren.

Die beiden Restaurants direkt am Rathaus, Stuhlmacher und Pfefferkorn, müssen wegen der Absperrungen schließen. „Prickelnd ist das nicht“, sagt Stuhlmacher-Chef Franz Feldhaus.



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