Fr., 09.11.2018

Aktionswoche der Polizei Schutz vor Taschendieben

Die Polizei warnt in der Vorweihnachtszeit vor vermehrten Taschendiebstählen.

Die Polizei warnt in der Vorweihnachtszeit vor vermehrten Taschendiebstählen. Foto: Arno Burgi / dpa

Münster - 

Bald ist es wieder soweit: Die Adventszeit beginnt und damit auch die Saison der Weihnachtsmärkte und der zahlreichen verkaufsoffenen Sonntage. Die Innenstädte und Bahnhöfe sind dann wieder gerammelt voll. Leider tummeln sich dort auch Leute , die nicht nur für Geschenke und Glühwein unterwegs sind. 

Von Beena Shaikh

Gemeint sind damit Taschendiebe. Passend zum Start der Weihnachtszeit hat die Polizei NRW Tipps zusammengestellt, damit man sich vor den Langfingern schützen kann. Sie warnt aktuell vor Taschendieben in den Innenstädten. Mit ihrer Kampagne "Augen auf und Tasche zu!" soll der Blick der Bürgerinnen und Bürger für dieses Problem geschärft werden.

Die Tricks der Diebe sind vielfältig: Vom Stolpertrick, über den Wechseltrick bis hin zum Anrempel oder Umarmen; die Täter lassen sich immer wieder Neues einfallen, um an die Wertsachen zu kommen. 

Deshalb gilt: "Augen auf und Tasche zu!" - so das Motto einer aktuellen landesweiten Präventionskampagne der Polizei. Es wird verstärkt in Innenstädten kontrolliert - um Täter abzuschrecken, aber auch um Bürger zu sensibilisieren.

Die Tricks der Taschendiebe

Stolpertrick: Vor Ihnen im Gedränge stoppt oder stolpert ein Komplize, Sie sind kurz abgelenkt, der Täter hinter Ihnen greift in Ihre Tasche.

Wechseltrick: Jemand bittet Sie, Kleingeld zu wechseln, greift sich dabei unbemerkt Geldscheine. Die Täter sind sehr fingerfertig!

Anrempeln oder Umarmen: Sie sind kurz abgelenkt und schon ist das Portemonnaie, das Handy oder die Halskette weg.

Abdecken: Jemand zeigt Ihnen einen Stadtplan und bittet um eine Wegbeschreibung. Ihr Handy, das gerade noch auf dem Cafétisch lag oder das Portemonnaie, das in der Tasche steckte, sind fort.

Ausspähen am Geldautomaten: Täter beobachten potenzielle Opfer beim Geldabheben, versuchen, die Eingabe der Geheimnummer zu verfolgen, verwickeln sie nach dem Geldabheben in ein Gespräch und stehlen ihr Bargeld oder gleich das ganze Portemonnaie samt EC-Karte.

Die Tricks sind vielfältig - eins ist aber immer gleich: Die Diebinnen und Diebe nutzen sorgloses und unachtsames Verhalten oder die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer aus.

In vielen Fällen bemerken die Opfer erst später, dass das Portmonnaie oder das Smartphone fehlen. Dann ist der Täter längst in der Menge untergetaucht und bleibt so unerkannt. Falls der Bestohlene überhaupt in der Lage ist, eine Beschreibung abzugeben, bleibt diese meist sehr vage. Auch nicht selten ist, dass die Diebe Komplizen haben, denen sie direkt nach der Tat ihre Beute übergeben und somit nicht festgehalten werden können, auch wenn sie doch noch kurzfristig gestellt werden.

Prävention ist das Stichwort

Um zu verhindern, dass man selbst im Gedränge der Innenstadt oder des Bahnhofs bestohlen wird, hilft nur eins: Wachsamkeit. Die Wertsachen sollten immer möglichst in einer Innentasche oder vorderen Hosentasche, auf alle Fälle am Körper getragen werden, rät die Polizei. Liegen diese Dinge in offenen Taschen, im Einkaufswagen, im Fahrradkorb oder im Korb eines Rollators sind dies offene Einladungen für Kriminelle. 

Sollte es trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen zu einem Diebstahl kommen: Verständigen Sie umgehend die Polizei über 110. 

Weitere Tipps zum präventiven Schutz vor Taschendieben gibt es hier



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