Fast fünf Jahre Gefängnis für Drogenhandel
Zehn Kilo „Gras“ bestellt

Münster -

Es war nicht seine erste Verwicklung in den Handel mit Marihuana. Vielleicht ging das Landgericht auch deshalb um einen Monat über das geforderte Strafmaß der Staatsanwaltschaft hinaus: Genau für vier Jahre und zehn Monate muss jetzt ein früherer Pizzabäcker aus Münster ins Gefängnis.

Montag, 12.11.2018, 17:30 Uhr aktualisiert: 13.11.2018, 11:26 Uhr
 
  Foto: dpa

Vier Jahre und zehn Monate Gefängnis hat das Landgericht gegen einen 51 Jahre alten Münsteraner verhängt, der zum wiederholten Mal in einen größeren Handel mit Marihuana verwickelt war. Der gebürtige Italiener und frühere Pizzabäcker in Münster hatte den „Stoff“ aus dem Offenen Vollzug heraus bei einem Dealer in Stuttgart bestellt, den er aufgrund früherer Kontakte kannte.

Mit dem Münsteraner verurteilte das Gericht einen 28-Jährigen aus Gescher zu drei Jahren und neun Monaten. Beide waren zur Tatzeit im April 2017 in der Außenstelle „Gröblingen“ (Sassenberg) der JVA Bielefeld-Senne beschäftigt. Der Münsteraner bereitete sich im Groß- und Einzelhandel beruflich auf seine Entlassung vor.

Die Männer verabredeten nach Überzeugung des Gerichts, dass der Gescheraner das „Gras“ im Anschluss an seine Haft zum Weiterverkauf ins Münsterland holen sollte. Begleitet von einem Gronauer (29), der als Personenschutz mitfuhr. Auch ihn kannten die beiden Haupttäter bereits aus früherer Haftzeit in „Gröblingen“. Das Gericht verurteilte ihn nun zu einem Jahr auf Bewährung.

Die Ermittlungen gegen alle drei kamen ins Rollen, als die Polizei den Stuttgarter Dealer hochnahm und in dem Zuge die Münsterländer benannt wurden. Das Landgericht wertete unter anderem Telefon-Mitschnitte aus. Von dem „Gras“ selbst wurde nie etwas gefunden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6186537?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker