26. Tanzfestival im Großen Haus des Theaters
Stehende Ovationen für Münsters Tänzer

Münster -

Zum großen Finale zeigten sie alle im fliegenden Wechsel noch einmal ein paar glitzernde Szenen aus ihren Nummern. Elgars „Pomp and Circumstance“ lief dazu, und das Publikum feierte die Tänzer mit stehenden Ovationen. Das Tanzfestival im ausverkauften Großen Haus war von der ersten Sekunde an ein fesselndes Erlebnis bunter, gut gearbeiteter Choreographien.

Montag, 12.11.2018, 19:57 Uhr aktualisiert: 12.11.2018, 20:01 Uhr
Zum ersten Mal waren die Tänzer der Schlossgeister (o.) dabei. Zum Abschluss (u.) feierte das Publikum alle Beteiligten.
Zum ersten Mal waren die Tänzer der Schlossgeister (o.) dabei. Zum Abschluss (u.) feierte das Publikum alle Beteiligten. Foto: Heike Eickhoff

„26. Münsteraner Tanzfestival“

1/15
  • Foto: Heike Eickhoff
  • „26. Münsteraner Tanzfestival“ Foto: Heike Eickhoff
  • Foto: Heike Eickhoff
  • Foto: Heike Eickhoff
  • Foto: Heike Eickhoff
  • Foto: Heike Eickhoff
  • Foto: Heike Eickhoff
  • Foto: Heike Eickhoff
  • Foto: Heike Eickhoff
  • Foto: Heike Eickhoff
  • Foto: Heike Eickhoff
  • Foto: Heike Eickhoff
  • Foto: Heike Eickhoff
  • Foto: Heike Eickhoff
  • Foto: Heike Eickhoff

Fernseh- und Radiomoderator Matthias Bongard führte (zum immerhin zehnten Mal) durch die Show. Er startete mit Fritz Eckengas humorvoller „Büttenrede“, einem gereimten Text zum Karneval, und heimste dafür großen Beifall ein. Immerhin fand das Tanzfestival am Tage des Beginns der fünften Jahreszeit statt. Deshalb waren die karnevalistischen Schlossgeister erstmalig mit einem sehr sportlichen Funkenmariechen und dem „1. Amazonentanzcorps“ geladen und zeigten eine auf den Punkt getanzte Choreographie in bunten Kostümen.

Das kon­trastreiche Programm des Tanzfestivals hatte weit über 100 Jahre alte Choreographien von Marius Petipa aufzuweisen, ausgeführt von jungen Eleven, einstudiert von Svetlana Robos und Sandra Landwehr. Spitze, Sprünge, Figuren – ein anspruchsvolles klassisches Repertoire. Elf Tänzer der Lebenshilfe eröffneten als „Schrittwechsel“ traditionell das Festival. Unter der Leitung von Doris Gillmann hatten sie sich zum Thema „Gefühle“ einiges einfallen lassen: hin-und hergerissen, jauchzend und traurig setzten sie Gefühle anschaulich und eindrucksvoll in Bewegungen um.

Carmen López (mit Jessica Gorupic und Christina Peters) kam mit einer beeindruckenden Flamenco-Nummer (live begleitet vom Trio Flamencura) auf die Bühne, eine Hommage an alle Mütter. Das Publikum war begeistert. Fehlende Kommunikation stand im Vordergrund beim „Tanzlabor“ (Ballettschule Heidi Sievert, erdacht von Martina Pleumann). Zuerst vereinzelt im schicken Businessanzug, dann gemeinsam zu coolen Technoklängen – immer konzentriert und mitreißend. Inmotion kam im großen Ensemble mit goldglänzenden Matten daher. Viele Figuren, beeindruckende Breakdance Einlagen und stetig wechselnde Aufstellungen wirkten erfrischend.

Ebenfalls im großen Ensemble: TeamworX (Leitung: Jana Hölker und Anna Rietmann) von der Hip Hop Academy. Bei der Lady Style-Passage begeisterte ein Tänzer im Gewimmel der Damen auf schwindelerregenden High Heels, elegant und federleicht. Die Rebel Dance Company brillierte mit ihrer Version zu Louis Andriessens Komposition „Die neun Symphonien von Beethoven, Schelle eines Eisverkäufers“. Aschenbrödel und die bösartigen Schönheiten, könnte man es nennen. Sehr gut getanzt, sehr ausdrucksvoll.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6186896?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker