Anmeldungen zu den Grundschulen
100 zusätzliche Erstklässler

Münster -

In der vergangenen Woche haben Eltern ihre im kommenden Jahr schulpflichtigen Kinder in den Grundschulen angemeldet. Danach wächst die Schülerzahl um 100. Vorerst – denn 130 Kinder wurden noch gar nicht angemeldet.

Dienstag, 13.11.2018, 13:58 Uhr aktualisiert: 13.11.2018, 14:16 Uhr
Das Interesse der Eltern an der neuen Grundschule Wolbeck Nord war in der Anmeldewoche groß. Die Schule startet mit zwei Klassen.
Das Interesse der Eltern an der neuen Grundschule Wolbeck Nord war in der Anmeldewoche groß. Die Schule startet mit zwei Klassen. Foto: mlü

Die Zahl der Schulkinder in Münster wächst. Bei den Anmeldeterminen zu den Grundschulen für die im kommenden Jahr schulpflichtigen Kinder wurden exakt 100 Jungen und Mädchen mehr angemeldet als im Jahr zuvor. Und 130 Kinder aus Münster, die bis zum 30. September sechs Jahre alt werden, wurden noch gar nicht angemeldet, wie Sigrid Pusch vom städtischen Amt für Schule und Weiterbildung berichtet.

Ob ihr Kind an der Wunschschule einen Platz erhält, erfahren die Eltern erst im neuen Jahr. Dann legen Stadt und Bezirksregierung die Anzahl der Klassen fest, die insgesamt in Münster gebildet werden können. Anschließend muss noch festgelegt werden, ob die Grundschulen die jeweils angemeldeten Kinder aufnehmen können.

Höhere Nachfrage  

Bei einigen Schulen deutet sich bereits an, dass nicht alle Kinder aufgenommen werden können. Einen besonderen Ansturm erlebt zum kommenden Schuljahr die Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule in Angelmodde, die nur zwei Klassen mit insgesamt 56 Kindern bilden kann, aber 69 Anmeldungen verzeichnet. Auch andere Schulen können nach derzeitigem Stand nicht alle Kinder aufnehmen.

Dazu gehören die Bodelschwinghschule an der Gutenbergstraße im Ostviertel, die maximal 56 Kinder aufnehmen kann, aber 62 Anmeldungen registriert, und die kleine Grundschule Loevelingloh in Amelsbüren, die von 35 Familien gewählt wurde, aber nur 29 Erstklässler aufnehmen kann. Geringfügig „überbucht“ ist auch die Gievenbecker Mosaikschule, deren Kapazitätsgrenze bei 81 Kindern in drei Klassen liegt.

Tatsächliche Belegung offen

Erfreulich, so Pusch, sei die Tatsache, dass die neue Grundschule Wolbeck-Nord auf Anhieb genug Anmeldungen für zwei neue Klassen hat. Die Nikolaischule in Wolbeck, die in den vergangenen Jahren immer zusätzliche Klassen in Ersatzbauten einrichten musste, wurde für das kommende Jahr per Ratsbeschluss auf die Bildung von höchstens zwei ersten Klassen beschränkt.

Im Kreuzviertel, wo die Kreuzschule zuletzt häufig Kinder abweisen musste, haben sich die Gewichte diesmal in Richtung der benachbarten Martin-Luther-Schule verschoben. Hier schnellten die Anmeldezahlen von 40 auf 61 Kinder in die Höhe.

Wie viele Kinder im nächsten Sommer wirklich eingeschult werden, stellt sich erst heraus, wenn das Schuljahr begonnen hat. Pusch: „Es gibt eine große Fluktuation.“ Viele Familien zögen noch zu oder fort, und manche Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, aber angemeldet wurden, seien eventuell doch noch nicht schulreif.

Die Anmeldezahlen im Überblick

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