Gymnasium soll saniert werden
45 Millionen Euro für das Schlaun

Münster -

Mit dem sanierungsbedürftigen Schlaun-Gymnasiums soll es jetzt wirklich vorangehen. Im Haushaltsplan stehen 45 Millionen Euro für den Neu- beziehungsweise Umbau der Schule.

Freitag, 16.11.2018, 07:00 Uhr aktualisiert: 16.11.2018, 07:50 Uhr
Für das Schulgebäude des Schlaun-Gymnasiums an der Sonnenstraße zeigt sich nun eine Perspektive: Im aktuellen Haushaltsplan stehen 45 Millionen Euro für Neu- und Umbau.
Für das Schulgebäude des Schlaun-Gymnasiums an der Sonnenstraße zeigt sich nun eine Perspektive: Im aktuellen Haushaltsplan stehen 45 Millionen Euro für Neu- und Umbau. Foto: Matthias Ahlke

Haushaltsplan 2019, Band 2, S. 44 oben: Die Zahl in der Tabelle unter Punkt 4711 löst bei Dr. Lothar Jansen, dem Schulleiter des Schlaun-Gymnasiums, Freude aus. 45 Millionen Euro stehen dort als Gesamtsumme, die für „Neu- bzw. Umbau“ seiner Schule an der Sonnenstraße bis zum Jahr 2022 bereitgestellt werden soll. „Wir sind froh, dass sich endlich etwas für unsere Schule bewegt“, sagt Jansen.

Dass das Schulgebäude an der Promenade hochgradig sanierungsbedürftig ist, stellt niemand in Frage. Seit nahezu sieben Jahren ist die Aula wegen Einsturzgefahr gesperrt. Doch wie das Schlaun-Gymnasium zu einem funktionstüchtigen Gebäude kommen kann, das ist trotz der im Haushalt konkret benannten Summe von 45 Millionen Euro völlig unklar, wie Schulleiter Jansen und der städtische Schuldezernent Thomas Paal übereinstimmend betonen.

45 Millionen Euro – das sei die Summe, die für den Bau eines neuen Gymnasiums veranschlagt werden müsse, erklärt Paal. Dass das „Schlaun“, wie zwischenzeitlich diskutiert, an einen anderen Standort, etwa nach Gremmendorf, dauerhaft verlagert werden könnte, wird, wie es übereinstimmend aus Politik und Verwaltung heißt, nicht mehr diskutiert.

Trotz Sanierung Verbleib am Standort?

„Wir wollen an der Sonnenstraße bleiben“, betont Jansen – die Schulgemeinde schrecke auch nicht davor zurück, während der Sanierung am Standort zu bleiben. Thomas Paal betont, dass die notwendigen Baumaßnahmen nicht erledigt werden könnten, ohne Teile der Schule auszulagern.

Von Seiten der Schule gibt es dazu diverse Ideen: Auf dem Parkplatz am Paul-Gerhardt-Haus wäre genügend Fläche für Container-Klassen, skizziert Jansen. Auch das inzwischen von der Stadt gekaufte ehemalige Hauptzollamt gegenüber der Schule an der Sonnenstraße, in dem eine Großkita entstehen soll, wäre für Jansen eine tragbare Übergangslösung.

Ein Austausch der Ideen zwischen Stadt, Schule und Schulpolitik soll kurz vor den Weihnachtsferien am 20. Dezember stattfinden. Der Haushalt mit dem Punkt Schlaun-Gymnasium soll dann verabschiedet sein.

„Schule erwartet zurecht, dass etwas passiert“

„Um überhaupt mit den Planungen am Schlaun-Gymnasium anzufangen , müssen wir dazu einen Haushaltsansatz haben“, erläutert Paal, und weiter: „Die Schule erwartet zurecht, dass jetzt endlich am Schlaun etwas passiert.“

Ein Umzug der Schule würde den jetzigen Zustand auf unabsehbare Zeit verlängern, denn zwei für einen Schulneubau in Frage kommende Grundstücke in Gremmendorf stehen kurzfristig nicht zur Verfügung. Das bisher noch von der Westfalen AG genutzte Grundstück in Gremmendorf will das Unternehmen zwar aufgeben, der Zeitpunkt dafür ist aber unklar. Das Alternativ-Grundstück befindet sich in der Gegend der Straße Schmitz-Kühlken. Dort gelten aber strenge Naturschutzauflagen, die eine kurzfristige Bebauung verhindern. Dass Gremmendorf generell kein schlechter Standort für ein Gymnasium wäre, meint aber auch Thomas Paal. Er geht davon aus, dass die Stadt ohnehin wegen der Rückkehr zur neunjährigen Schulzeit und des Bevölkerungszuwachses in Münster ein zusätzliches Gymnasium benötigen wird.

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