25 Refill-Stationen in Münster
Nachfüllen statt wegwerfen

Münster -

Wer unterwegs und durstig ist, muss sich nicht zwingend ein Getränk kaufen. In Münster gibt es auch die Möglichkeit, sich Leitungswasser kostenlos zapfen zu lassen.

Donnerstag, 22.11.2018, 08:30 Uhr
Meike Schulzik (3.v.r.) und Unterstützerinnen der Initiative „Münster für Mehrweg“ werben für die Refill-Idee.
Meike Schulzik (3.v.r.) und Unterstützerinnen der Initiative „Münster für Mehrweg“ werben für die Refill-Idee. Foto: Björn Meyer

Wenn in Münster über „auffüllen“ gesprochen wird, dann geht es häufig um die sogenannte Nachverdichtung, also das Füllen bestehender Baulücken. Doch immer häufiger, um genau zu sein 25 Mal innerhalb des Stadtgebiets, geht es mittlerweile auch um das Auffüllen von Wasserflaschen. Das nämlich bieten ebenso viele Geschäfte und Institutionen, die Refill-Stationen, in Münster kostenlos an.

„Die Idee kommt aus Bristol und ist über soziale Netzwerke auch bei mir gelandet“, sagt Meike Schulzik, Betreiberin des Geschäfts „Einzelhandel – zum Wohlfüllen“ auf der Hammer Straße. Schulzik übernahm die Idee, ebenso wie mittlerweile rund 3000 Betriebe in Deutschland. Der Gedanke dahinter ist simpel. Um Abfall zu vermeiden, können Menschen ihre leere Wasserflasche in den Refill-Stationen kostenlos mit Leitungswasser befüllen lassen. „Gerade 2018 haben wir einen regelrechten Boom erlebt“, sagt Schulzik.

 „Münster für Mehrweg“

Immer häufiger werde der Refill-Service angeboten. Ein blauer Wassertropfen im Schaufenster sowie in Münster zusätzlich ein Plakat der Initiative „Münster für Mehrweg“ weisen auf die Mitmachenden hin. Die städtische Umweltberaterin Dorothee Wißen lobt die Umsetzung. Der runde Tisch von „Münster für Mehrweg“ begrüße plastiksparende und mehrwegfördernde Maßnahmen.

Regeln für diejenigen, die ihre Flasche nachfüllen lassen wollen, gibt es im Grunde nicht. Sogar Plastikflaschen seien im sonst plastikfreien „Einzelhandel“ kein Problem. „Wenn eine einzelne Person jetzt mit einem ganzen Kasten kommt, würde ich vielleicht mal nachfragen“, sagt Schulzik mit einem Lächeln. Passiert ist das bislang jedoch nicht. Immer wieder aber werde der Service bereits nachgefragt. „Ich gehe davon aus, dass das durch die zunehmende Verbreitung noch mehr werden wird“, sagt Schulzik. 

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