So., 25.11.2018

Nach Einigung in der Stadion-Frage Auf Projektteam wartet viel Arbeit

Das in die Jahre gekommene Preußen-Stadion

Das in die Jahre gekommene Preußen-Stadion Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Das Ziel ist allen klar: Stadion-Modernisierung am alten Standort Hammer Straße. Dabei sind jetzt noch viele Fragen offen.

Von Dirk Anger

Im Vergleich zur langen Vorgeschichte haben sich die Ereignisse in Sachen Stadion in der vergangenen Woche quasi überschlagen: Das von CDU und Grünen stets eingeforderte Bekenntnis des Fußball-Drittligisten Preußen Münster zur Hammer Straße, um im Gegenzug eine aufwendige Sanierung für 40 Millionen Euro auf den Weg zu bringen, schafft jetzt endgültig Planungssicherheit für alle Beteiligten. Die Zustimmung des Rates am 12. Dezember gilt angesichts der schwarz-grünen Ratsmehrheit als wahrscheinlich.

Noch keine "konkreten Zeitvorgaben"

Doch danach beginnt die eigentliche Arbeit: Ein Projektteam – bestehend aus Vertretern der Stadt, des Vereins und eines unabhängigen Projektentwicklers – soll sich um die Stadion-Modernisierung sowie die Errichtung des zugesagten Nachwuchsleistungszentrums kümmern. Dazu gehört auch die Aufgabe, sicherzustellen, dass während der Umbauphase der Spielbetrieb gewährleistet werden kann.

Übersicht: Chronologie: Überblick: Die Preußen und ihr Stadion

„Konkrete Zeitvorgaben“ für den Stadionausbau gibt es laut Oberbürgermeister Markus Lewe nicht. Allerdings macht er kein Hehl daraus, dass es aus seiner Sicht möglichst schnell gehen soll. Allerdings müssten alle Herausforderungen, die auf der Agenda stünden, „seriös aufbereitet“ werden. Bislang noch nicht geklärt ist laut Lewe auch die Frage, wie hoch in der Zukunft die Stadionmiete in einer auf 20 000 Zuschauer ausgebauten Arena sein wird. Schon ab der kommenden Saison muss die Stadt auf Druck der Bezirksregierung dem Verein die Nutzung des betagten Stadions in Rechnung stellen.

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Wenn das Projekt gelingt, müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn wir keine Sponsorengelder einwerben.

Preußen-Präsident Christoph Strässer

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Die Preußen, die in der Vergangenheit immer wieder darauf verwiesen hatten, dass der Standort Hammer Straße schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Profifußball böte, klingen inzwischen zuversichtlicher. „Wenn das Projekt gelingt, müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn wir keine Sponsorengelder einwerben“, erklärte Preußen-Präsident Christoph Strässer unter Verweis auf die Ausbaupläne. Trotz der bemerkenswerten Investitionssumme von 40 Millionen Euro in den nächsten Jahren gab es über das Wochenende kaum öffentliche Kritik an dem Vorhaben.



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