Antrag der Grünen
„Internationale Fahrradwerkstatt“ soll in Oxford-Quartier bleiben

Münster-Gievenbeck -

Seit ihrer Eröffnung schreibt sie eine Erfolgsgeschichte: Integration von Flüchtlingen, Begegnungen, ehrenamtliche Unterstützung – all diese Stichworte zeichnen die „Internationale Fahrradwerkstatt“ aus, die 2015 ihre Arbeit in einer kleinen Garage am Muckermannweg aufnahm und mittlerweile eine Halle in der ehemaligen Oxford-Kaserne nutzt. Und diese Heimat soll die Fahrradwerkstatt auch auf Dauer behalten können.

Donnerstag, 29.11.2018, 10:30 Uhr
Antrag der Grünen: „Internationale Fahrradwerkstatt“ soll in Oxford-Quartier bleiben
In der „Internationalen Fahrradwerkstatt“ fand auch schon ein Aktionstag statt, den Sozialamts-Mitarbeiterin Nina Herbstmann und Bernd Brixius mitorganisierten. Foto: kbö

Das ist zumindest die Meinung von Bündnis 90 / Die Grünen in der Bezirksvertretung Münster-West, die sich dafür einsetzen, dass „in die Planungen für das neue Oxford-Quartier ein Standort für die Arbeit des Integrationsforums Münster einbezogen wird“.

Gleichlautend ist ein Antrag formuliert, der an den Bezirksbürgermeister Stephan Binktrine adressiert ist. Ferner heißt es: „Es werden eine Fahrradwerkstatt, ein Lagerkeller /-raum für Spendenfahrräder sowie ein kleiner Büroraum benötigt.“

Das Konzept der Fahrradwerkstatt, die vom Integrationsforum (IFV) unterstützt wird, ist simpel: Gespendete Fahrräder werden Flüchtlingen zur Verfügung gestellt und von ihnen selbstständig – bei Bedarf mit Hilfe eines Fachmanns – repariert. Sie haben dann die Möglichkeit, die Räder auf Dauerleih-Basis zu nutzen.

In ihrer Antrags-Begründung führen die Grünen das Engagement des IFM an, das – unterstützt vom ADFC und der Verkehrswacht der Polizei – auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule Fahrradkurse für geflüchtete Frauen anbietet, die „in ihrer Heimat nie die Gelegenheit oder Erlaubnis zum Radfahren hatten“. Andererseits sammle der Verein Spendenfahrräder für das Projekt der Fahrradwerkstatt.

Die dadurch gewonnene Mobilität erleichtert die Teilhabe am öffentlichen Leben: Einkäufe, Kita, Sport oder Freizeit.

Auszug aus dem Grünen-Antrag

Die bisherige Bilanz der Hilfsaktionen kann sich sehen lassen: Laut Antrag der Grünen haben bisher etwa 150 Frauen Radfahren gelernt und rund 1500 Räder seien gespendet und an Flüchtlinge – darunter viele Kinder – weitergegeben worden. „Die dadurch gewonnene Mobilität erleichtert die Teilhabe am öffentlichen Leben: Einkäufe, Kita, Sport oder Freizeit“, schreiben die Antragsteller.

Eine Spende einer münsterischen Stiftung ermöglicht es laut den Grünen. dass auf dem Gelände der Fahrradwerkstatt in der ehemaligen Kaserne zusätzliche Fahrradkurse angeboten werden können.

Damit werde man dem großen Bedarf gerecht und es bestehe die Gelegenheit, die lange Warteliste zu dezimieren. „Um diese erfolgreiche Arbeit fortführen zu können, benötigt das IFM weiterhin die Räumlichkeiten“, sagen die Grünen. Nachdem es lange Zeit gedauert habe, bis die Flüchtlinge die neue Wirkungsstätte kennenlernten, herrsche dort nun ein reger Zulauf: „Deshalb möchte der IFM auch an diesem Standort verbleiben.“

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