Kostenberatungen
Winterbetrieb für die Coburg: Hoffnung auf Halle bleibt

Münster -

Die erste Einschätzung der Stadtverwaltung für die Realisierung einer Traglufthalle über dem Freibad Coburg fiel bekanntlich zurückhaltend aus. Die Politiker im Rat wollen aber die Idee trotzdem weiter verfolgen.

Donnerstag, 29.11.2018, 06:30 Uhr aktualisiert: 29.11.2018, 10:26 Uhr
Das Freibad Coburg soll nach dem Willen der Sportpolitiker im Rat im Winter per Traglufthalle zu einem Hallenbad umfunktioniert werden. Die Möglichkeit soll jetzt intensiv geprüft werden.
Das Freibad Coburg soll nach dem Willen der Sportpolitiker im Rat im Winter per Traglufthalle zu einem Hallenbad umfunktioniert werden. Die Möglichkeit soll jetzt intensiv geprüft werden. Foto: Keno Fiedler

Im Haushalt für das kommende Jahr sollen nun nach übereinstimmendem Votum aller Fraktionen im Sportausschuss am Dienstagabend, wie schon im noch laufenden Jahr, 50.000 Euro bereitgestellt werden, um die Möglichkeiten für eine Traglufthalle seriös und eingehend zu prüfen. Diese Mittel waren aber nicht verbraucht worden.

Die schwarz-grüne Koalition will per Haushaltsantrag außerdem zwei Millionen Euro für das Projekt für die Haushaltsplanung 2020 verbuchen, um dann gegebenenfalls Geld für das Projekt zur Verfügung zu haben. Die SPD-Fraktion kritisierte diesen gesetzten Betrag – passend zum Thema Traglufthalle – als „heiße Luft“.

Weitere Erkenntnisse über die Chancen des Projekts konnten die Sportpolitiker einer Tischvorlage entnehmen, die die Verwaltung zur Sitzung vorgelegt hatte. Zur Erinnerung: Zu der Investition in Baumaßnahmen in geschätzter Höhe von 1,2 bis 1,4 Millionen Euro kämen für eine komplette-Überdachung aller Becken Kosten in Höhe von 462. 300 Euro beim Kauf oder 125. 700 Euro an Mietkosten für 48 Monate. Nur Teile des Freibades mit der Halle zu überdachen, würde aus bautechnischen Gründen teurer als die große Lösung, so die Analyse.

Vorbild in Darmstadt

Anhaltspunkte für die technische Umsetzung und die potenzielle Nutzung eines Traglufthallen-Bades ergeben sich für die Verwaltung aus Darmstadt, wo vor einem Jahr eine solche Halle angeschafft wurde. In der hessischen Stadt wurde sie angemietet – wegen der in der Miete inbegriffenen Leistungen werde diese Option dort positiv beurteilt.

Der Auf- und Abbau der Halle dauere jeweils zwei Wochen. Das Traglufthallen-Bad in Darmstadt wird zu 16 Prozent von Schulen, zu 30 Prozent von Vereinen und zu 54 Prozent von Einzel-Besuchern genutzt. Auch in Darmstadt seien die Umkleidegebäude, wie derzeit in der Coburg, nicht wintertauglich – die Vereine nutzten sie dennoch, wie es heißt. Für andere Besucher wurden Container aufgestellt.

Die Heizkosten betrugen für den Winterbetrieb bei einer Wassertemperatur von 26 Grad rund 110.000 Euro. Weitere 92.000 Euro an Stromkosten fielen an. Für Strom hatte die hiesige Verwaltung bisher viel geringere Kosten veranschlagt.

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