Nachfolgereglung in der Sievers-Gruppe
Vater und Sohn sind sich einig

Münster -

Die Generationsnachfolge in der Sievers-Gruppe ist gesichert. Julian Sievers übernimmt ab Januar die Geschäfte, Firmengründer Klaus Sievers tritt kürzer.

Donnerstag, 29.11.2018, 21:00 Uhr
Die Unternehmensnachfolge ist geregelt: Vater Klaus Sievers und Sohn Julian Sievers sind sich einig.
Die Unternehmensnachfolge ist geregelt: Vater Klaus Sievers und Sohn Julian Sievers sind sich einig. Foto: gh

Hätte sich Julian Sievers vor zehn Jahren nicht dazu entschlossen, den väterlichen Betrieb zu übernehmen, dann hätte Klaus Sievers das Unternehmen vermutlich verkauft. Es kam anders. Die Generationsfolge in der Sievers-Gruppe ist jetzt in trockenen Tüchern. Alles sei perfekt geregelt, meinen Vater und Sohn, die seit 2012 an der Übergabe gearbeitet haben. Ab 1. Januar 2019 ist Julian Sievers der Chef, der Vater möchte kürzer treten. Was bedeutet, sagt er, dass er ein Stündchen später im Betrieb sein wird.

Eine ideale und gesicherte Nachfolgeregelung sollte es werden, darin waren sich die Sievers von Anfang an einig. Sicherheit ist ohnehin ihr Metier, damit kennt sich das Familienunternehmen seit 40 Jahren aus. 1978 startete Klaus Sievers (65) mit zwei Mitarbeitern in die Selbstständigkeit.

Marktanalyse per Telefonbuch

Der Diplom-Ingenieur unternahm auf eigenwillige Art und Weise eine Marktanalyse. Er blätterte dafür in den gelben Seiten des Telefonbuches. Sicherheitstechnik gab es damals in Münster noch nicht so viel. „Einbrecher rieben sich die Hände“, erinnert sich der 65-Jährige. Er gründete die Firma Sitronic-Sievers Elektronic. Das Unternehmen wuchs, bezog vor zehn Jahren an den Loddenbüschen in Gremmendorf ein eigenes Firmengebäude.

Ohne eine gesicherte Unternehmensnachfolge, sagt der Diplom-Ingenieur Klaus Sievers, hätte er diesen Schritt nicht unternommen. Heute sind in der Sievers-Gruppe 80 Mitarbeiter beschäftigt, dazu gehören fünf Auszubildende in der Technik und im Büro.

Schwerpunkt Sicherheitstechnik

Das Sievers-Team kümmert sich um Einbruchmeldetechnik, um Brandmeldeanlagen und seit 1990 um die Hausnotrufzentrale. „Wobei gerade dieser Zweig am stärksten steigt“, sagt Julian Sievers. Der 32-jährige Wirtschaftsingenieur, der auch das Studium Wirtschaftsrecht abgeschlossen hat, kümmert sich um das Thema Sicherheitstechnik.

Die Wachzentrale an den Loddenbüschen ist das Herzstück des Unternehmens, dort laufen die Fäden für die Überwachung von Privathaushalten und gewerblichen Betrieben zusammen. Rund um die Uhr sitzen Mitarbeiter vor den Bildschirmen und haben Kunden im Blick.

Mobiles Notrufsystem mit Zukunft

Die Technik fordert das Unternehmen immer wieder heraus. Sievers erreichen nach eigenen Angaben längst den geforderten europäischen Standard. Allein dafür hätten sie rund 400.000 Euro investiert, so Julian Sievers. Mindestens dreimal täglich werde die Technik geprüft.

Zukunft werde vor allem ein mobiles Notrufsystem haben, auch darin sind sich Vater und Sohn einig. Überall dort, wo ein Handynetz verfügbar ist, sei der Notruf einzusetzen. Insgesamt verzeichnet die Sievers-Gruppe einen Umsatz von rund sechs Millionen Euro.

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