„Movember“-Bewegung in Münster
Gesunde Männer dank Schnäuzer

Münster -

Mit ihren Schnäuzern machen sie auf die gesundheitlichen Risiken von Männern aufmerksam. Zahlreiche Münsteraner werben im Rahmen der „Movember“-Bewegung für gesundheitliche Vorsorgeuntersuchungen. Am Samstag ist für sie ein besonderer Tag.

Freitag, 30.11.2018, 20:44 Uhr
Sie alle haben sich im November einen Schnäuzer wachsen lassen, um ein sichtbares Zeichen für die Notwendigkeit der frühzeitigen Gesundheitsvorsorge auch bei Männern zu setzen. Am Samstag (1. Dezember) werden sie sich von ihrem Oberlippenbart trennen, weil die „Movember“-Aktion 2018 vorbei ist.
Sie alle haben sich im November einen Schnäuzer wachsen lassen, um ein sichtbares Zeichen für die Notwendigkeit der frühzeitigen Gesundheitsvorsorge auch bei Männern zu setzen. Am Samstag (1. Dezember) werden sie sich von ihrem Oberlippenbart trennen, weil die „Movember“-Aktion 2018 vorbei ist. Foto: Oliver Werner

Am Samstag werden sie rasiert. Endlich. Sagt der ein oder andere frische Schnäuzerträger. Zumindest aber die Frau oder Freundin. „Das Ding juckt“, gibt Jan Eismann (Einrichtungshaus Kösters) zu. Also, nun werden sie wieder glatt, die Gesichter der über 40 größtenteils bekannten Münsteraner, die sich im Laufe des Novembers einen Schnurrbart stehen ließen, um auf die Männergesundheit aufmerksam zu machen.

Auf gesundheitliche Risiken aufmerksam machen

Wegen der plötzlichen Behaarung direkt über der Oberlippe kamen sie mit vielen Menschen ins Gespräch. Nach der fast immer gleichen Eingangsfrage („Trägst Du jetzt Schnäuzer?“) ging es dann schnell um das zentrale Anliegen der weltweiten Bewegung unter dem Schlagwort „Movember“, das sich aus den Wörtern Moustache (Schnurrbart) und November zusammensetzt.

„Wir wollen auf die gesundheitlichen Risiken von Männern aufmerksam machen. Auf Prostata- und Hodenkrebs, auf die psychische Gesundheit und Suizidprävention. Die Aufklärung ist uns ein großes Anliegen“, sagt Mitinitiator Erol Taskoparan (Studio Egotrips).

"Movember"-Spendenaktionen

Auf rechtzeitige Vorsorgeuntersuchungen kommt es an. Und auf finanzielle Förderung. Deshalb werden den „Movember“-November über Spenden akquiriert, vor allem auch durch gemeinsame Events. Oder einzelne Aktionen.

„Jeder überlegt sich, was er machen kann“, sagt Andreas Weitkamp (Modehaus Schnitzler). Der Kaufmann vom Prinzipalmarkt ließ sich für Spendenläufe buchen. Für 20 Euro lief Weitkamp fünf Kilometer, für 40 Euro zehn und für 50 Euro „so weit wie ich kann“, erzählt er. Insgesamt ist Weitkamp im November 120 Kilometer gelaufen.

Sammeln für den guten Zweck

In Münster laufen die Fäden der internationalen Fundraising-Bewegung, die ihren Ursprung in Australien hatte, bei „Münster‘s Finest“ zusammen. Durch diesen Zusammenschluss von Unternehmern, Sportlern und Privatpersonen werden seit dem Jahr 2011 nicht nur die münsterischen „Movember“-Events wie diesmal ein Gala-Dinner im Restaurant Spitzner im Oer‘schen Hof oder ein Abend in der Weinbar Ideal organisiert, sondern hier kommen auch die Spendengelder aus Münster koordiniert zusammen.

Bis Freitag lief die fantastische Summe von 17 966 Euro ein. „Damit liegt ,Münster‘s Finest‘ auf Platz eins in Deutschland“, sagt Taskoparan. Das große Ziel ist es, dass in diesem Jahr 20 000 Euro für den guten Zweck zusammenkommen.

Wer „Münster‘s Finest“ und damit die Gesundheitsforschung für Männer in Deutschland unterstützen möchte, kann das über die geschaltete Website tun.

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