Mo., 03.12.2018

Adam-Riese-Show in der Cloud mit Ventura, Gatzke und Kabelka Vier Herren in vier wilden Ehen

  Fabrizio Ventura, André Gatzke und Ralf Kabelka (v.l.) machten in der Adam-Riese-Show eine gute Figur, auch zur Freude von Musiker Markus Paßlick (r.)

  Fabrizio Ventura, André Gatzke und Ralf Kabelka (v.l.) machten in der Adam-Riese-Show eine gute Figur, auch zur Freude von Musiker Markus Paßlick (r.) Foto: Tom Heyken

Münster - 

Irgendwann wird jeder von der eigenen Vergangenheit eingeholt. Für Showmaster Adam Riese war es am vorigen Sonntag soweit.

Von Arndt Zinkant

Irgendwann wird jeder von der eigenen Vergangenheit eingeholt. Für Showmaster Adam Riese war es am vorigen Sonntag soweit. Anderthalb Jahre moderiert er seine Kultshow nach dem Umzug nun schon in der Cloud – und jetzt breitete er lächelnd die Arme aus und sprach: „Willkommen im Pumpenhaus!“ Nach kurzer Irritation über die nicht erwarteten Lacher schlug sich Riese die Hände vors Gesicht, marschierte stracks zur Treppe und absolvierte den Begrüßungs-Auftritt noch einmal von vorn. Und die Riese-Fans grinsten sich eins.

Eingeladen waren an diesem Abend Fabrizio Ventura (Münster zehn Jahre lang als Generalmusikdirektor verbunden), André Gatzke (vielseitiger Moderator, etwa bei der „Sendung mit der Maus“) und Ralf Kabelka (ebenso vielseitiger Comedy-Profi, beispielsweise als Jan Böhmermanns Sidekick). Musikalisch hatte die Show viel Power durch die stimmgewaltige Melody Ntem, die ihren Song „Eta“ als Hommage an ihre zweite Heimat Ghana vorstellte und überdies toll harmonierte mit dem gefühlvollen Singer-Songwriter Damian Ketteler. Markus Paßlicks „Original Pumpernickel“ groovten wie immer klasse dazu.

Show-Assistentin Miss Miri, die sonst Impro-Schauspielerin ist, trumpfte erstmals komödiantisch richtig auf. Zum Beispiel, als sie hinter dem Rücken von Ralf Kabelka dessen gestikulierende Arme darstellte und der Witzbold anhand seiner „Phantom-Hände“ ein bizarres Weihnachtsgeschenk erraten musste.

Erster Talkgast war Fabrizio Ventura. Der war so in Plauderlaune, dass Riese kaum fragen musste. Erzählte von seinem Vater, der vormittags Zeichnen lehrte und nachmittags als Musiker arbeitete. Er gab dem Jungen schon mit neun Jahren Beethoven-Partituren in die Hand. Obwohl Ventura den „Wermutstropfen“ der gescheiterten Musikhalle nicht unterschlug, bezeichnete er die zehn Jahre Münster als „schönste Zeit meines Lebens“.

Ralf Kabelka indes stammt aus der „Bronx von Paderborn“ und hatte bereits als Schüler seine eigene Comedy-Truppe „Die Pappnasen“. Er reüssierte jedoch in einer Rolle besonders, als er in seiner Zeit als Autor bei Harald Schmidt den jungen, agilen CDU-Politiker „Dr. Udo Brömme“ darstellte. Als ­Fake-Hoffnungsträger der Partei schüttelte er sogar Angela Merkel die Hand.

André Gatzke hingegen kam per Zufall zum Fernsehen und ist von Haus aus Hotelfachmann und Ergotherapeut. Von seinen Lehrjahren in Münster schwärmt er noch heute, zum Beispiel von den WG-„Kennenlern“-Partys, die der Kontaktfreudige besuchte, obwohl er schon eine Wohnung hatte.

Eines übrigens hatten alle vier Herren gemeinsam: Lange Jahre der „wilden Ehe“, welche dem Trauschein vorausgingen. Mit siebzehneinhalb „wilden“ Jahren schoss Riese in diesem Punkt den Vogel ab.



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