Fr., 07.12.2018

Wohnprojekt Es läuft richtig gut mit den neuen Nachbarn

In den ehemaligen Flüchtlingsunterkünften am Hohen Heckenweg leben seit Anfang August wohnungslose Familien.

In den ehemaligen Flüchtlingsunterkünften am Hohen Heckenweg leben seit Anfang August wohnungslose Familien. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Die Aufregung war groß als die Nachbarschaft vom Hohen Heckenweg erfuhr, dass in den ehemaligen Flüchtlingsunterkünften wohnungslose Familien untergebracht werden sollen. Nun wohnen diese Familien dort. Und siehe da: Der Ärger ist verraucht, wie eine Bürgerversammlung jetzt zeigte.

Von Marion Fenner

In den ehemaligen Flüchtlingsunterkünften am Hohen Heckenweg sind mittlerweile wohnungslose Familien eingezogen. Die Aufregung in der Nachbarschaft war vor einem halben Jahr sehr groß, als sie von den Plänen der Stadt informiert wurden. Verhindern konnten sie es nicht.

Damals versprachen die Mitarbeiter der Verwaltung, in einen halben Jahr einmal nachzufragen, wie es so läuft mit den neuen Nachbarn, die seit dem 1. August eingezogen sind. Rund 50 Anwohner waren dazu auf Einladung des Sozialamtes und der Bezirksvertretung Münster-Mitte in die Thomas-Morus-Schule gekommen. Einhellige Meinung: Es läuft gut. Sehr gut sogar. Es gab keine einzige Beschwerde.

Verschiedene Gründe

Das freute die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Marita Otte und die Leiterin des Sozialamtes, Dagmar Arnkens-Homann, ebenso wie ihren Kollegen Heinz Lembeck sowie Kerstin Hellmann, die die Einrichtung vor Ort betreut. 32 Personen leben aktuell in den Unterkünften, Hoher Heckenweg 170 bis 184. Darunter sind 17 Kinder und Jugendliche.

„Bei den Bewohnern handelt es sich um Familien, die derzeit keine Wohnung mehr haben“, erklärte Arnkens-Homann. Die Gründe, weshalb sie ihre alte Wohnung verlassen mussten, seien vielfältig, erklärte die Leiterin des Sozialamtes. Oft ständen persönliche Probleme dahinter. „Wir sind als Stadt verpflichtet, diesen Familien eine Unterkunft zu stellen und sie bei der Suche nach einer Wohnung zu unterstützen.“

Hohe Motivation 

„Die Unterkunft bei uns ist alles andere als schnuckelig und heimelig“, versicherte Arnkens-Homann. Es handele sich um möblierte Gemeinschaftszimmer, bei denen sich die Bewohner Küche und sanitäre Anlagen teilen müssten. Deshalb bestehe bei den Familien eine hohe Motivation, so schnell wie möglich ein neues Domizil zu finden.

Ein großes Lob sprach einer der Nachbarn Kerstin Hellmann aus, die für alle immer ein offenes Ohr habe und auch die Bewohner der Unterkunft sehr gut betreue. „Ihrer Arbeit schreibe ich einen großen Anteil zu, dass hier eine gute Nachbarschaft entstehen konnte.“



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