Do., 06.12.2018

CDU-Parteitag Benning wählt „AKK“, ihr Stellvertreter Jens Spahn

Friedrich Merz (l-r), ehemaliger Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU, Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Generalsekretärin, und Jens Spahn.

Friedrich Merz (l-r), ehemaliger Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU, Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Generalsekretärin, und Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister. Foto: Sven Hoppe / dpa

Münster/Hamburg - 

Wer soll die CDU in die Zukunft führen? Münsters Delegierte sind sich nicht einig und wählen unterschiedlich. Auch in der Parteispitze.

Von Ralf Repöhler

Zumindest im ersten Wahlgang wird es aus Münster keine Stimme für Friedrich Merz geben. Die fünf wahlberechtigten Delegierten wollen sich beim CDU-Parteitag am Freitag im Hamburg zunächst für Annegret Kramp-Karrenbauer („AKK“) und für Jens Spahn entscheiden.

Münsters Parteichefin und direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Sybille Benning, CDU-Ehrenvorsitzender Ruprecht Polenz und die Chefin von Münsters Frauen-Union, Elke Müller, wollen für die CDU-Generalsekretärin als Merkel-Nachfolgerin votieren. Bennings Stellvertreter, Parteivize Tobias Bollmann, und der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Dietrich Aden, werden für Bundesgesundheitsminister Spahn als Parteivorsitzenden stimmen.

Unterschiedliche Favoriten

„Es ist doch toll, dass die CDU eine solche Auswahl hat. Und alle drei können es auch“, sagt Benning. Eine Münster- oder Münsterland-Empfehlung für einen Kandidaten gebe es nicht. „Wir werden unterschiedlich wählen, und das wird auch so respektiert“, sagt sie. Gerade mit ihrem Stellvertreter Tobias Bollmann habe Münsters Kreisvorsitzende viel diskutiert. „Jens Spahn wird auch aus meiner Sicht unter Wert gehandelt“, sagt Benning. Sie rechnet mit dem Ahauser in Zukunft.

Am Freitag will Benning für „AKK“ stimmen, „weil sie als gute Generalsekretärin weiß, wo der Schuh drückt. Sie kann die Strömungen zusammenbringen, die Partei für Wahlen aufstellen und Zukunftsfragen lösen“. Bollmann sagt, dass ein Großteil der Delegierten aus dem Münsterland Spahn wählen werde. „Die CDU braucht den Generationenumbruch. Bei aller Freundschaft haben Sybille und ich da unterschiedliche Meinungen“, sagt ihr Stellvertreter.

Es steht noch nichts fest

JU-Chef Aden traut Spahn Führungsstärke zu, „um für klare CDU-Themen sowie ein erkennbares Profil zu kämpfen und eine offenere Diskussion zu ermöglichen“. Elke Müller schätzt „AKK“ aus dem Bundesvorstand der Frauen-Union. „Sie kann Wahlen gewinnen und die CDU wieder zur Partei der Mitte machen“, sagt Müller.

Sollte Spahn bei einer Stichwahl am Ende nicht dabei sein, wird Bollmann seine Stimme doch Friedrich Merz geben. Aden wird sich in diesem Fall für den Kandidaten entscheiden, der die stärkste Rede gehalten hat.



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