So., 09.12.2018

Familie Rave gibt ein launiges Konzert im Oscar-Romero-Saal Zu Weihnachten auch mit Opa am Klavier

Ungewöhnliches Familienkonzert im Hitze-Haus (v.l.): Stephanie, Florian, Elena und Clemens Rave vermittelten stimmungsvolle und launige Atmosphäre.

Ungewöhnliches Familienkonzert im Hitze-Haus (v.l.): Stephanie, Florian, Elena und Clemens Rave vermittelten stimmungsvolle und launige Atmosphäre. Foto: Maria Conlan

Münster - 

Die Raves präsentieren und zelebrieren das etwas andere Familienkonzert.

Von Maria Conlan

Roter Samtvorhang, große Weihnachtskugeln, Glitzergirlanden und Lichterkette schmückten am Donnerstagabend die Bühne im Oscar-Romero-Saal des Franz-Hitze-Hauses. Zum dritten Mal wurde mit „Alle Jahre wieder . . .“ ein etwas anderes Weihnachtskonzert mit dem Ehepaar Rave angekündigt, dieses Mal sogar mit Verstärkung der erwachsenen Kinder Elena und Florian. Das genossen nicht nur über 250 Zuschauer, sondern auch Stephanie Rave beschrieb es zugleich als fantastisch, mit den eigenen Kindern auf der Bühne zu stehen.

Dem Untertitel „etwas anders“ wurde das Konzert allemal gerecht. Die Stimmung war andächtig bis heiter, aber nie zu rührselig. Die Soloauftritte der jungen Raves waren die stillsten Momente. Dann wurde es im Publikum still und der Applaus anschließend umso lauter. Mutter Rave (Stephanie) moderierte das Konzert und begeisterte mit ihren oft bissigen, kritischen und frechen Texten von Kreisler, Kerkeling, Hollaender, Brecht, Kästner und den Toten Hosen. Sie besang den Weihnachtsmann auf der Reeperbahn, verkündete den Kindern musikalisch, dass es morgen nichts geben werde, bemängelte im Lied die falschen Geschenke und die verbrutzelte Gans. Für die Außenseiter der Gesellschaft gab’s ein Kyrie eleison und ein „Denglish“-Gedicht übers chaotische Fest als Mutter-Tochter-Duett.

Mit Professor Clemens Rave am Flügel erhielten bekannte Weihnachtslieder neue Gewänder – ob jazzig oder mit Anklängen russischer Folklore. Auch instrumental war die Bandbreite groß: Ukulele, Geige, Säge, Xylofon, Glocken und Toy Piano (Miniklaviere). Vor der Pause mit Spekulatius und Wein sang Sohn Florian das gefühlvolle „Happy Xmas“ von John Lennon und Yoko Ono – begleitet von seinem Vater am Flügel.

Tochter Elena sorgte für viel Jazziges, meist auf Englisch, mal solo mal im Duett mit der Mutter, so auch ihr Kinder-Gute-Nacht-Lied „Bajuschki baju“. Lieder und Geschichten zum Einschlafen waren bei Familie Rave unverzichtbar, Hausmusik gehört bis heute zum Alltag, wenn auch nicht immer mit der ganzen Familie. Doch zu Weihnachten stimmen alle mit ein im Hause Rave, dann mit Opa am Klavier, der am Donnerstag seine Familie im Zuschauerraum erlebte.

Zum Thema

Am 19. Dezember wird um 20 Uhr in der Handorfer Zionskirche, Kirschgarten 28a, dieses Weihnachtskonzert in etwas verkürzter Form noch einmal präsentiert.



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