Fr., 07.12.2018

So wählte Münster beim CDU-Parteitag Münster-Mehrheit für „AKK“

Die fünf wahlberechtigten Delegierten aus Münster stimmten unterschiedlich ab: (v.r.) Kreisvorsitzende Sybille Benning, Ehrenvorsitzender Ruprecht Polenz, Parteivize Tobias Bollmann, JU-Vorsitzender Dietrich Aden und die Vorsitzende der Frauen-Union, Elke Müller.

Die fünf wahlberechtigten Delegierten aus Münster stimmten unterschiedlich ab (v.r.): Kreisvorsitzende Sybille Benning, Ehrenvorsitzender Ruprecht Polenz, Parteivize Tobias Bollmann, JU-Vorsitzender Dietrich Aden und die Vorsitzende der Frauen-Union, Elke Müller. Foto: DU

Münster/Hamburg - 

Eine Mehrheit aus Münster stimmte für die neue Parteichefin. Drei der fünf Delegierten wählten Annegret Kramp-Karrenbauer, zwei Friedrich Merz. Das sagen sie zu dem spannenden CDU-Bundesparteitag.

Von Ralf Repöhler

Als Annegret Kramp-Karrenbauer am Freitagnachmittag als Vorsitzende der CDU Deutschland gewählt war, hatte sie in der so spannenden Stichwahl auch die Mehrheit der Stimmen der Delegierten aus Münster auf sich vereinigen können.

Kreisvorsitzende Sybille Benning, Ehrenvorsitzender Ruprecht Polenz und die Vorsitzende der Frauen-Union, Elke Müller, stimmten in der geheimen Abstimmung im Hamburger Messe-Zentrum für die Merkel-Nachfolgerin. Münsters Parteivize Tobias Bollmann und der Chef der Jungen Union, Dietrich Aden, votierten für Friedrich Merz.

„Ich freue mich, dass Annegret Kramp-Karrenbauer es geworden ist. Sie weiß, was die Gesellschaft bewegt und welche Themen anstehen“, sagte Münsters direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Benning. Sie hatte die neue Parteichefin, als diese noch Generalsekretärin war, bereits nach Münster eingeladen, wo „AKK“ nicht häufig zu Gast war.

Polenz hat als langjähriger Bundestagsabgeordneter zahl reiche Parteitage der CDU erlebt. „Das hier ist ein großartiger Parteitag mit hoher Spannung und viel Emotion“, betonte er. Der neuen Parteichefin attestierte er, eine sehr gute Rede gehalten zu haben. „Sie hat vermitteln können, dass sie eine diskutierende Partei mit unterschiedlichen Positionen haben möchte. Sie steckt tief in allen Themen der Zeit und setzt den Kurs unter veränderten Fragestellungen fort, den die Partei von Adenauer bis Merkel ausgezeichnet hat“, sagte Polenz.

Obwohl Bollmann und Aden sich für Merz im zweiten Wahlgang entschieden hatten, bescheinigten beide „AKK“, „eine gute Bewerbungsrede“ (Bollmann) gehalten zu haben. „Ich traue ihr zu, dass sie die 48 Prozent, die Friedrich Merz gewählt haben, einbinden kann“, sagte Aden.

Applaus gab es von allen Münster-Delegierten für Jens Spahn aus Ahaus, dem mit 15 Prozent im ersten Wahlgang ein Achtungserfolg gelang. „Jens kann mit seinem Ergebnis zufrieden sein und gehört zu den Schwergewichten in der Union“, sagte Polenz. Bollmann und Aden hatten zunächst den Bundesgesundheitsminister unterstützt.

Eine große Abordnung aus dem Münsterland besucht den CDU-Bundesparteitag in Hamburg, darunter Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe, Landtagsabgeordneter Stefan Nacke und Warendorfs Landrat Dr. Olaf Gericke.  



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