Sa., 08.12.2018

Claus Steinrötter veröffentlich Buch Beobachtungen eines Galeristen

Galerist Claus Steinrötter mit seinem Buch, das Kolumnen, Kommentare und Kunstgeschichten versammelt.

Galerist Claus Steinrötter mit seinem Buch, das Kolumnen, Kommentare und Kunstgeschichten versammelt. Foto: kal

Münster - 

Der münsterische Galerist Claus Steinrötter hat ein Buch mit seinen schönsten Kolumnen und Geschichten veröffentlicht. Titel: „Der Vater meines Erfolges war meine Mutter.“

Von Martin Kalitschke

„Ein kleiner Satz, ein Statement, kann eine ganze Rede ersetzen“, ist der münsterische Galerist Claus Steinrötter überzeugt. „Blitzartig erfasst der Leser in vollem Umfang, was gemeint ist.“ In der Kürze liegt also die Würze.

Dieses Prinzip hat sich der 75-Jährige in seinen Kolumnen, Kommentaren und Kunstgeschichten zu eigen gemacht, die in den vergangenen Jahren erschienen sind. Nun hat er im Coppenrath Verlag ein Buch mit seinen schönsten Stücken veröffentlicht, quasi ein „Best of“, Titel: „Der Vater des Erfolges war meine Mutter“.

Beobachtungen werden Geschichten

Sie versammeln „Dinge, die mir aufgefallen sind“, sagt Steinrötter. Er sieht sich als Beobachter, der den Menschen beim Leben zuschaut – und anschließend das, was er gesehen hat, einordnet. „Ich stehe gerne in meiner Galerie am Fenster und schaue auf die Straße“, sagt Steinrötter. Vor seiner Haustür verläuft die Rothenburg, wo von morgens bis abends geschäftiges Gewimmel herrscht. „Die Menschen sehen mich nicht“, sagt der Galerist. „Sie schauen nie höher als in die Mitte der Schaufenster.“

Natürlich sei er neugierig, gesteht Steinrötter. Doch er begibt sich nicht auf die Spuren der Menschen, die unten, vor seiner Galerie, vorbeilaufen – sondern er verwandelt seine Beobachtungen in Geschichten, die auch einige Rückschlüsse auf ihn selbst zulassen.

Etliche Exemplare verkauft

Nicht zufällig ist das Büchlein in diesen Tagen erschienen – Weihnachten steht vor der Tür. „Alle, die ich kenne, werde ich mit dem Buch beschenken“, sagt Steinrötter – „ob sie wollen oder nicht, aber da müssen sie durch“. Es hat aber auch schon etliche Exemplare verkauft, ein Geschäftsmann habe gleich 110 Stück geordert.

„Kunst darf alles“, „Hafenträume“, „Der gläserne Mensch“ oder „Des Wahnsinns fette Beute“ heißen seine kleinen Geschichten. Dabei blickt er nicht nur auf die Straße vor seiner Galerie, sondern auch auf sein eigenes Leben, das Leben eines Galeristen, der wie wenige sonst mit der Kunstszene in dieser Stadt und darüber hinaus vertraut ist.

Zum Thema

Claus Steinrötter, Der Vater des Erfolges war meine Mutter, Coppenrath Verlag, ISBN 9783649632986, 16,80 Euro.



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