Auf dem Schulweg
Mann spricht Kinderhauser Grundschülerin an

Münster-Kinderhaus -

Eine Grundschülerin ist von einem Mann angesprochen worden, der eine Fahrt auf dem Motorrad anbot. Sie ließ sich nicht darauf ein.

Donnerstag, 13.12.2018, 18:12 Uhr aktualisiert: 13.12.2018, 18:55 Uhr
Auf dem Schulweg : Mann spricht Kinderhauser Grundschülerin an
Foto: dpa (Symbolbild)

In „einer ernsten Angelegenheit“ hat sich Harald Holtwick, Leiter der Grundschule am Kinderbach, am 12. Dezember an alle Eltern der Schule gewandt. Eine Schülerin der Grundschule „ist auf dem Schulweg von einem Mann angesprochen worden. Er hat versucht, sie mit einer Fahrt auf seinem Motorrad zu locken“, heißt es in dem Brief an die Eltern.

Der Vorfall habe sich am Dienstagnachmittag (11. Dezember) auf dem Nachhauseweg ereignet, berichtete Schulleiter Harald Holtwick. Er habe davon am Mittwochmorgen erfahren und am selben Tag den Elternbrief auf den Weg gebracht. „Die Schülerin hat ganz hervorragend reagiert und sich nicht darauf eingelassen“, lobte er.

Weitere Beobachtungen

Erst am Buß- und Bettag im November hatte ein unbekannter Mann ein Schulkind der Gottfried-von-Cappenberg-Schule auf dessen Heimweg angesprochen und versucht, das Kind in sein Auto zu locken . Das Kind war nicht eingestiegen.

In der letzten Novemberwoche hatten sich wie berichtet weitere Eltern mit verdächtigen Beobachtungen bei der Polizei gemeldet , die aber laut Polizei alle nicht strafrelevant gewesen seien. So habe ein Mann ein Kind an der Hogenbergstraße mit Süßigkeiten aus einem Kaugummi-Automaten beschenkt. Das Kind soll sich zuvor mit einem anderen Kind gekebbelt haben, hatte die Polizei erläutert.

Einen weiteren Hinweis habe es am 7. Dezember gegeben: Da habe sich jemand in der Aaseestadt an einem Schulgelände aufgehalten, aber niemanden angesprochen. Der letzte Hinweis datiere vom 12. Dezember und betreffe den Vorfall in Kinderhaus vom 11. Dezember, so die Polizei am Donnerstag. Die Polizei betonte, sie beobachte das Umfeld der Kinderhauser Schule verstärkt. Wichtig für Kinder sei Misstrauen gegenüber Fremden, keine Geschenke anzunehmen, sich nicht mit Versprechen locken zu lassen und auf sich aufmerksam zu machen.

Wichtige Verhaltensregeln mit Kindern durchgehen

An der Grundschule am Kinderbach sei in allen Klassen darüber gesprochen worden, „wie sie sich verhalten müssen, wenn sie von fremden Menschen angesprochen werden oder wenn sie angegriffen werden“, heißt es im Elternbrief. Die Schule empfiehlt den Schülern, den Schulweg in Begleitung oder in Gruppen zu gehen. Die Eltern sind aufgefordert worden, mit ihren Kindern die wichtigsten Verhaltensregeln zu wiederholen: nicht mit Fremden mitzugehen und sich Hilfe bei anderen Erwachsenen etwa in einem Geschäft zu holen.

Einen Vorfall am Schulgelände der Grundschule am Kinderbach hatte es Mitte September 2015 geben. Damals hatte ein Mann eine Schülerin durch den Zaun, der das Schulgelände vom Rosa-Posekardt-Weg trennt, angesprochen. Auch damals gab Holtwick einen Elternbrief heraus. Zudem gebe er zu Beginn jedes Schuljahres für alle Klassen Hinweise für den Schulweg, sagte der Schulleiter. Er habe die Grundschulen im Stadtteil über die aktuelle Situation informiert.

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