Fr., 14.12.2018

Der Uni-Kanzler und das Kölner Haushaltsloch Schwarte: „Wir rechnen anders“

Matthias Schwarte

Matthias Schwarte Foto: WWU

Münster - 

In Köln macht die dortige Universität derzeit Negativ-Schlagzeilen. Der Haushalt weist ein 17-Millionen-Defizit aus. „Das kommt manchem hier in Münster wahrscheinlich bekannt vor“, sagte am Mittwochabend Uni-Kanzler Matthias Schwarte in der Senatssitzung der Universität Münster – und erinnerte damit an das Jahr 2013, die als die WWU exakt dieselbe Schlagzeile verursacht und daraufhin ein Sparprogramm verabschiedet hatte.

Von Karin Völker

Schwarte erklärte im Senat, wie das von der Uni Köln errechnete Defizit zustande gekommen sei: Die Kollegen am Rhein hätte sehr streng gerechnet und es als gegeben genommen, dass im Jahr 2024 die Sondermittel durch den Hochschulpakt ausliefen, weshalb sich das gewaltige Haushaltsloch bilde. Die dann fehlenden Millionen seinen in ein Sparprogramm umgerechnet worden.

„Wir rechnen anders“, erklärte Schwarte gewandt an die Senatoren. Er gehe davon aus, dass auch nach 2014 weiter Mittel an die Hochschulen flössen. Die Uni Köln mache mit ihrem Haushaltsdefizit auf die strukturelle Unterfinanzierung der öffentlichen Hochschulen aufmerksam – durchaus öffentlichkeitswirksam, wie Schwarte zugab. Aus dem Senat erntete er prompt die Anregung, ähnlich wie die Kölner zu verfahren. So bleibe die mangelhafte Grundfinanzierung der Hochschulen Thema.



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