Do., 13.12.2018

Gastronom verurteilt Geldstrafe nach Steuerhinterziehung

 

  Foto: dpa

Münster - 

Ein Gastronom aus Münster ist jetzt von der 22. Großen Strafkammer des Landgerichts Münster wegen Hinterziehung von Steuern in großem Stil zu einer Geldstrafe in Höhe von 57 000 Euro verurteilt worden. Außerdem muss er dem Staat den durch seine Taten entstandenen Schaden ersetzen.

Von Karin Völker

In der Hauptverhandlung wurden dem Mann 13 einzelne Taten nachgewiesen, die laut Gericht zusammen einen Schaden in Höhe von rund 80 000 Euro verursachten. Angeklagt war zu Beginn des Prozesses eine deutlich höhere Zahl von Straftaten. In Rede standen ursprünglich insgesamt rund 1,5 Millionen Euro an Steuern, die der jetzt 38 Jahre alte Gastronom zwischen 2009 und 2011 in zwei seiner Lokale, in der Innenstadt und am Hafen, hinterzogen haben sollte.

Gastronom betreibt Restaurant am Hafen 

Die am Ende nachgewiesenen Taten beschränken sich nun auf ein Restaurant im münsterischen Hafen, wie ein Gerichtssprecher erläutert. Verurteilt wurde der Angeklagte jetzt wegen Hinterziehung von Körperschafts-, Gewerbe-, Umsatz- und Einkommensteuer.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann vorgeworfen, die elektronischen Speicher der von ihm verwendeten Registrierkassen manipuliert zu haben. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Angeklagte von den Tagesumsätzen buchhalterisch nicht gerechtfertigte Stornobuchungen – in der Regel zwischen 1000 und 2000 Euro pro Tag – vornahm, ohne dass die Registrierkasse darauf Hinweise enthielt.

Gegen das Urteil kann der Verurteilte Revision einlagen.



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