Kinderuni zur Handy-Kommunikation
Das Smiley hieß früher :-)

Münster -

Die Sprachwissenschaftlerin Katharina König erklärte am Freitag bei der Kinderuni, wie das Smartphone die Sprache verändert – und unternahm auch einen Ausflug in die Ur-Geschichte der Handy-Kommunikation.

Freitag, 14.12.2018, 22:00 Uhr
Die Kinder schreiben ganz analog mit, was Katharina König (rundes Bild) über die digitale Smartphone-Kommunikation erklärte.
Die Kinder schreiben ganz analog mit, was Katharina König (rundes Bild) über die digitale Smartphone-Kommunikation erklärte.

Da war die Dozentin vorn auf der Bühne im großen Hörsaal H1 bass erstaunt. Ihr sehr junges Publikum bei der Kinderuni am Freitagnachmittag kennt sich besser aus, als die erwachse nen Studierenden, vor denen die Sprachwissenschaftlerin Katharina König sonst ihre Vorlesungen hält.

„In dem Satz der SMS fehlt das Subjekt“, bemängelte ein junger Hörer – und er wusste auch, welche Wortart genau in der Kurz-Botschaft „hoffe, du hast gut geschlafen“ nicht vorhanden war: „Das Personalpronomen“. Die jungen Kommilitonen, die meisten zwischen acht und elf Jahre alt, spendeten Szenenapplaus. Katharina König vom Ger manistischen Institut der Uni versität erzählte von ihrer Forschung und erklärte den Kindern, wie das Smart phone die Sprache verändert. Und obwohl viele noch kein eigenes Smartphone besitzen, kennen sich die Mädchen und Jungen mit Whats-App-Nachrichten, Emo jis und den jetzt häufig verschickten Sprachnachrichten bestens aus. Fast alle haben schon so Nachrichten verschickt und wissen, wie das funktioniert.

Kinder-Uni zum Thema „Wie das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“

1/22
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke
  • Kinder-Uni zum Thema „Was das Smartphone unseren Sprachgebrauch ändert“ Foto: Matthias Ahlke

Doch bevor es galt, anhand von Emojis Weihnachtslieder zu erraten, warf Katharina König einen Blick in die Urgeschichte der Handy-Kommunikation, als SMS ausgetauscht wurden. Damals wurde ein Zwinker-Smiley mit einem Semikolon, Gedankenstrich und dem Zeichen „Klammer zu“ geschrieben, und für die schlichte Anrede „Hallo Katharina“ mussten sehr umständlich insgesamt 28 Mal Tasten gedrückt werden.

Für die begleitenden Eltern war das ein unterhaltsamer Ausflug in die eigene Handy-Vergangenheit, sie tauschten nach der Vorlesung angeregt „Weißt-du-noch-Geschichten“ aus. Tobias (9) hat bisher so ein altes Ur-Handy und hätte auch gern ein Smartphone – „irgendwann“. Zu Weihnachten wünscht er sich aber was Handfestes: „Einen Milchaufschäumer – ich mag so gern Kakao.“

Zum Thema

Bei der Kinderuni am 18. Januar 2019 um 16.15 Uhr im H1 heißt es „Hörsaal frei für die Manege. Franziska Trapp zeigt, dass Zirkus auch eine Wissenschaft ist.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6258526?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker