Traditionelles Quempas-Singen des Philharmonischen Chores in der Petrikirche
In der Vorfreude auf Weihnachten

Münster -

Bis auf den letzten Platz voll besetzt war die anfänglich dunkle Petrikirche beim traditionellen „Quempas-Singen“ am Samstagnachmittag. Zum vorweihnachtlichen Konzert des Philharmonischen Chores Münster waren auch der Kinderchor des Gymnasium Paulinum und das „Embrassy“-Blechbläserensemble eingeladen.

Sonntag, 16.12.2018, 16:06 Uhr aktualisiert: 17.12.2018, 16:38 Uhr
Der Philharmonische Chor Münster, der Kinderchor des Gymnasiums Paulinum und das „Embrassy“-Blechbläserensemble formten in der Petri­kirche stimmungsvolle Klänge und Gesänge.
Der Philharmonische Chor Münster, der Kinderchor des Gymnasiums Paulinum und das „Embrassy“-Blechbläserensemble formten in der Petri­kirche stimmungsvolle Klänge und Gesänge. Foto: Ulrich Coppel

Bekanntlich sind Kinder die besten Konzertkritiker – Mucksmäuschenstill lauschten sie, sehr zahlreich im Publikum, gespannt den weihnachtlichen Klängen des großen Gesamtensembles unter der Leitung von Martin Henning sowie den Beiträgen einzelner Chöre oder Instrumentalensembles sowie den vorzüglichen Solo-Darbietungen der Harfenistin Valeska Gleser, der Organistin Christiane Alt-Epping und der beiden „Embrassy“- Trompeter Gerd Radeke und Jochen Schiel vom Anfang bis zum Ende des Konzertes. Dem Spontan-Urteil der Kinder ist nichts hinzuzufügen.

Heinrich Rohrs bekanntes „Wir sagen Euch an den lieben Advent“ hatte der Kinderchor unter der Leitung von Margarete Sandhäger und Susanne Schmitz in einer Version für Chor und Solisten einstudiert. Zur Orgelbegleitung von Niklas Wempe bewiesen die jungen Sängerinnen und Sänger mit ihren glockenklaren Stimmen, dass sie eine vorzügliche stimmbildnerische Ausbildung durch Leitung Rita Stork-Herbst genossen haben.

Von Barock bis Pop, von Motette bis zum Harfensolo, vom „Genau zuhören“-Stück bis zum Mitsing-Weihnachtslied: Das aktuelle „Quempas“-Programm unter dem Titel „Himmelslieder“ war – wie in jeder der seit annähernd 40 Jahren traditionell gepflegen „Quempas“-Konzert – unterhaltsam und abwechslungsreich.

Zart rührte Valeska Gleser mit ihrem Harfensolo „Romance sans paroles“ des französischen Komponisten Alphonse Hasselmans die Herzen des Publikums. Zuvor hatte sie schon einen feinen ersten Satz aus Georg Friedrich Händels barockem „Konzert für Harfe“ präsentiert. Ebenfalls aus Händels Feder stammt das bekannte „Seraphim-Duett“. Die vorzüglichen Solisten Gerd Radeke und Jochen Schiel gestalteten dies in einer Fassung für zwei Trompeten und Bläserensemble.

Gegen Ende des stimmungsvollen Konzertes nahm der Kinderchor auf der Orgelempore Aufstellung. Kerzen in den Händen der Kinder unterstrichen die einzigartige, festliche Atmosphäre, als alle in der Kirche versammelten Musiker gemeinsam mit dem Publikum bekannte Weihnachtslieder anstimmten. Bald ist Weihnachten. Wie schön!

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